Vor sechs Jahren gründeten wir The Changer (so hieß tbd* früher) mit der Absicht, Menschen, die im Impact-Sektor arbeiten wollen, mit ihren Traumberufen zu verbinden. Wir wollten Menschen mit "allem, was man wissen muss, um der Beste beim Gutes-tun zu sein", versorgen.

Im Laufe der Zeit wurde uns klar, dass es nicht ausreicht, Stellenanzeigen und Informationen bereitzustellen. Wir erkannten, dass der Beginn und das "Dranbleiben" an einer Karriere mit Impact schwierig sein können und Entschlossenheit und viel Unterstützung bedarf. Deshalb begannen wir auch, den Schwerpunkt auf die Bildung einer Gemeinschaft zu legen. Das ist einer der Gründe, warum wir 2017 unseren Namen in tbd* "To Be Determined" geändert und die Domain .community angenommen haben. Zusätzlich zu unserer Online-Arbeit führten wir Netzwerkveranstaltungen und Karrieremessen durch und arbeiteten hinter den Kulissen viel an der Stärkung des Ökosystems von Social Impact, wie z.B. an der Gründung von SEND e.V. zusammen mit anderen in der Branche. Während dieser Zeit haben wir Millionen von Menschen erreicht. Wir wissen, dass wir vielen von ihnen geholfen haben, neue Arbeitsplätze zu finden, ihre eigenen sozialen Unternehmen zu gründen oder ein zweckorientiertes Team zu rekrutieren.

Aber wenn wir uns umschauen, sehen wir immer noch so viele Menschen, die verloren sind. So viele Menschen suchen nach ihrem Sinn und haben dabei Schwierigkeiten, ihn zu finden. Sogar Leuten, die schon jahrelang im sozialen oder nachhaltigen Bereich arbeiten geht es so. Wir sehen um uns herum so viel vergeudetes Potenzial – Menschen, die etwas verändern wollen, aber nicht die richtige Gelegenheit finden können oder nicht die Ressourcen haben, sich selbst oder ihre Organisation zu verändern. Menschen, die aufgrund von Bürokratie und Missmanagement ihre Motivation verloren haben. Wir sehen auch viel zu viele erschöpfte und ausgebrannte Menschen. Einige von ihnen hatten aufgrund des Drucks, sinnhaft zu leben und zu arbeiten, einen Burn Out, andere, weil sie diesen Sinn nie gefunden haben und bei der Suche nach ihm zusammengebrochen sind.


Das tbd* Team

Erkennst du dich wieder? Wir auch. Schockiert haben wir im letzten Jahr festgestellt, dass wir zwar fünf Jahre lang versucht haben, anderen zu einer glücklichen, gesunden und sinnhaften Karriere zu verhelfen, es aber selbst nicht geschafft hatten. Wir haben unseren Impact nicht so aufgestellt, dass wir ihn selbst wirklich spüren konnten, sondern haben uns selbst unter großen Druck gesetzt, immer mehr zu tun. Wir haben unseren Fokus auf das gerichtet, was wir glauben, dass wir tun sollten, und nicht auf das, dass wir tun wollten. Doch dabei suchten wir alle auf die eine oder andere Weise immer noch nach einer Arbeitsweise, die uns wirklich erfüllt und es uns ermöglicht, zu gedeihen, anstatt nur zu überleben.

Also unternahmen wir gemeinsam einige radikale Maßnahmen. Für einen Teil unseres Teams bedeutete das, das Team zu verlassen. Das machte uns traurig, aber wir konnten es auch nachvollziehen. Natürlich hat uns das zu denken gegeben. Und es gärt auch immer noch in uns. Die meisten von uns beschlossen, zu bleiben, zu experimentieren und zu sehen, ob es möglich wäre, das Schiff, auf dem wir uns befanden, zu wenden. Als uns klar wurde, dass so viele andere Menschen mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten, wurden wir nachdenklich: Wenn wir diese Problematik für uns lösen könnten, könnten wir es dann vielleicht auch für andere? Wenn wir uns selbst auf Sinnreise begeben würden – als Individuen, aber auch als Organisation – dann können wir vielleicht das Gleiche für andere tun.

Was hat sich geändert?

Der erste Schritt bestand darin, sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen und – zumindest für eine Weile – unserem internationalen Team die Möglichkeit zu geben, dort zu leben und zu arbeiten, wo alle sich am wohlsten und inspiriert fühlen. Dies war natürlich mit Herausforderungen verbunden, aber wie ihr in diesem Artikel lesen könnt, arbeiten wir jetzt besser denn je zusammen.

Im Laufe von sechs Monaten haben wir uns von einer hierarchischen Organisation zu einer selbstorganisierten Organisation entwickelt, die auf dem Konzept der "kollegialen Führung" basiert. Wir haben einen Kodex erstellt, der alle unsere Werte, Prinzipien, Strukturen und Rollen innerhalb dieser neuen Organisationsstruktur umreißt. Es ist ein lebendiges Dokument, das sich ständig weiterentwickelt, und du kannst es hier lesen! Alle zwei Wochen haben wir ein Team-Coaching, das von Maren Drewes moderiert wird und uns hilft, Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu diskutieren und unsere Kommunikation zu verbessern. Zudem haben wir Schulungen für agiles Arbeiten und gewaltfreie Kommunikation durchgeführt.

Außerdem haben wir nicht nur das "Wie", sondern auch das "Was" neu überdacht. Wir haben unsere Vision und Mission überarbeitet und entwickeln derzeit neue Ideen, wie wir sie erreichen können, und messen unseren Impact auf möglichst einfache und sinnvolle Weise. Wir haben uns auch unsere eigenen individuellen Stärken, Werte und Leidenschaften angesehen und uns die Frage gestellt: Was motiviert mich? Wann bin ich am glücklichsten und vor allem am wirkungsvollsten in meiner Arbeit? Was sollte meine Aufgabe sein?

Wir haben schon viel getan und in Zukunft noch viel mehr geplant. In den nächsten Wochen und Monaten seid ihr, unsere Leser*innen, eingeladen, uns auf unserer Sinnreise zu begleiten. Wir wissen nicht genau, wohin sie uns führen wird. Aber wir wollen alles mit euch teilen.

Worüber werden wir (wahrscheinlich) sprechen?

Wenn es darum geht, eine Organisation aufzubauen, die die Absicht verfolgt sinnhaft zu handeln, dann sind dies einige Dinge, über die wir bereits gesprochen haben und die wir mit euch teilen möchten. Wir möchten einen Diskurs darüber lostreten, was es bedeutet, "sinnhaft zu arbeiten", was dabei funktioniert, was nicht und wie wir das Blatt für alle wenden könnten:

  • Remote Arbeit
  • Wie man von einer hierarchischen Organisation zu einer nicht-hierarchischen Organisation übergeht
  • Warum wahres Wohlbefinden am Arbeitsplatz nichts mit Meditation und Yoga zu tun hat
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Die Rolle des Coachings
  • Schaffung sinnvoller Feedback-Prozesse
  • Aufbau eines diversen Teams
  • Dezentralisierung von Macht, Verantwortung und Profit
  • Einführung von mehr Weiblichkeit, um das Männliche auszugleichen
  • Kooperativen 
  • Purpose Companies
  • Zebra Companies
  • Wie man jeden dazu ermutigt, sich bei der Arbeit als komplexen Menschen zu zeigen und warum das überhaupt wichtig ist

Auch die individuelle Sinnsuche ist im Fokus unseres Interesses. Wir haben dabei vor allem an diese Themen gedacht und würden sie sehr gerne mit euch weiter explorieren:

  • Die Rolle der Therapie 
  • Peer-Coaching
  • Das "growth mindset"
  • Die Rolle des Egos
  • Unsere Werte verstehen und diese mit unseren Zielen in Einklang bringen
  • Impact Messung
  • Leben nach dem Burnout
  • Die eigenen Stärken kennenlernen

Haben wir alle Antworten? Nein. Sind wir entschlossen, welche zu finden? Ja! Macht uns die ganze Sinnreise ein wenig Angst? Auf jeden Fall.

Wollen Du dich uns anschließen? Melde Dich hier an und wir werden Dich jedes Mal auf den neuesten Stand bringen, wenn wir etwas zu teilen haben! Und natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn Du auch etwas mit uns teilen würdest.

Ja! Ich möchte gerne mehr über die Sinnreise erfahren

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