Die einen verbarrikadieren sich mit Jahresvoräten an Toilettenpapier in ihren Wohnungen, die anderen erzählen mit traurigen Mienen auf Instagram, dass sie ihre Bali Reise absagen mussten, wegen einer “blöden Grippe”. Zur gleichen Zeit werden Kapazitäten in deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen knapp – von der Lage in anderen Ländern (und an den europäischen Außengrenzen!) ganz zu schweigen.

Schaut man aus dem Fenster, sieht man vieler Ort nichts: eine geisterhafte Ruhe, die im absoluten Kontrast zur Twitter Timeline steht, in welcher momentan ein heftiger Kampf zwischen Fakten und Fake News stattfindet. Was können wir in diesem Sturm, in welchem wir uns momentan befinden, also sinnvolles tun?


Das Team des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ruft dazu auf, zuhause zu bleiben;
Quelle: Twitter

Unser erster Appell richtet sich an all jene, die man immer noch zuhauf in Cafes und Corona Party-Chatverläufen findet: bleibt bitte zuhause! Es kommt jetzt auf jede*n einzelne*n an, einen Anstieg der Infektionen zu verhindern und leider geht das nur durch Social Distancing, also durch räumliche Distanzierung bzw.  räumliche Trennung. Damit ist nicht gemeint, dass man nicht mehr im Park spazieren gehen soll, sondern lediglich das Unterbinden von direkten sozialen Kontakten.

Solidarität statt Einzelkämpfer*innen

Viele Menschen haben besonders unter der aktuellen Situation zu kämpfen. Die alte Oma im Haus gegenüber genauso wie der*die Künstler*in deren Ausstellungen alle abgesagt wurden. Das Zaubermittel in diesen Fällen hat einen Namen: Solidarität. Jetzt kommt es umso mehr auf uns, die Zivilgesellschaft an, uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Wir haben ein paar Ideen/ Projekte gesammelt, durch die auch Du anderen helfen kannst oder – wenn Du dich selber in einer verzwickten Lage befindest – Hilfe suchen kannst. 

Falls ihr Projekte/ Organisationen kennt, die in diesem Beitrag fehlen, schreibt uns gerne eine E-mail an: hello@tbd.community

Nachbarschaftshilfen

Es gibt viele Plattformen auf denen man seinen Nachbar*innen Hilfe anbieten oder selber Hilfe suchen kann. Unter anderem gibt es:

Künstler*innen, Freiberufler*innen und anderen bedrohten Erwerbstätigen helfen


Solidarisiert euch!

Es gibt Gruppen, die von den wirtschaftlichen Folgen der Krise schneller betroffen sind als andere und deren Existenzen bereits jetzt – und wir befinden uns gerade erst am Anfang – bedroht sind. Darum ist es jetzt wichtig, diese Gruppen zu unterstützen. Sei es das Lieblingsrestaurant um die Ecke, der nachhaltige Klamottenladen, den man so liebt oder ein*e freischaffende*r Künstler*in, den*die man verehrt.

Bitte nicht aufhören zu spenden!

Die Situation momentan ist für uns alle neu, verwirrend und einzigartig, aber wir sollten nicht vergessen Gutes zu tun. So melden viele Tafeln in ganz Deutschland, dass sie weniger Lebensmittelspenden erhalten und ihnen die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen fehlen. Außerdem schlagen die Gesundheitseinrichtungen, bzw. das Rote Kreuz Alarm, dass die Anzahl der Blutspenden drastisch zurückgegangen ist. Ja, dafür muss man aus dem Haus gehen und ja, die meisten Blutspendeeinrichtungen befinden sich in Krankenhäusern – diese folgen allerdings sämtlichen Hygienevorschriften und sind meistens von den anderen Stationen abgetrennt.

Quarantäne Survival Kit

Last but not least haben wir ein paar Ideen für jene von euch, die sich in Quarantäne befinden, oder die – aufgrund von Social Distancing – mehr Zeit zuhause verbringen als sonst.

Conversations will not be cancelled.
Friendships will not be cancelled.
Love will not be cancelled.
Songs will not be cancelled.
Kitchen dance parties will not be cancelled. 
Reading will not be cancelled.
Making art will not be cancelled. 
Cooking and baking will not be cancelled. 
Caring for one another will not be cancelled.
Hope will not be cancelled.
May we lean into the good stuff that remains.

Falls ihr Projekte/ Organisationen kennt, die in diesem Beitrag fehlen, schreibt uns gerne eine E-mail an: hello@tbd.community

Die Italiener vereinen sich gerade alle unter dem Motto #TuttoAndràBene in den sozialen Netzwerken. Es bedeutet Alles wird gut. Wir wissen nicht, wie lange diese Krise anhalten wird und welche Auswirkungen sie haben wird. Aber es ist jetzt schon klar, dass sie vorbeigehen wird.

Bleibt gesund, euer tbd* Team.

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