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Du bist Teil eines aufstrebenden, jungen Teams, das sich mit digitalen Ansätzen für unsere Gesellschaft engagiert? Oder bist du an einem Projekt beteiligt, welches die digitalen Fähigkeiten der Generation von Morgen stärken will? Dann aufgepasst: die Förderinitiative digital.engagiert von Amazon und dem Stifterverband geht nämlich in die dritte Runde und sucht genau dich!


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Aus allen eingereichten Projektideen wählt eine Jury die 12 besten aus, die dann neben einem umfangreichen Trainingsprogramm eine individuelle Betreuung und Beratung durch einen eigenen Coach erhalten. Der Coach begleitet das Projektteam ein halbes Jahr lang und unterstützt aktiv bei der Realisierung der Projektidee. Jedes geförderte Projekt erhält zudem eine finanzielle Unterstützung von mindestens 10.000 Euro. Ende 2020 werden dann die Projekte aller Teilnehmenden bei einer Abschlussveranstaltung gewürdigt und drei von ihnen als Gewinner ausgezeichnet. Sie erhalten zusätzliche Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro.

Offene Programmierwerkstätten für Kinder und Jugendliche, eine digitale Anlaufstelle für Opfer von Cyber Mobbing, Hackathons für die Entwicklung inklusiver Lösungen im öffentlichen Raum oder eine Videoplattform für naturwissenschaftliche Projekte – das sind nur ein paar der vielen Projekte, die digital.engagiert in den vergangenen Jahren bereits gefördert hat. Letztes Jahr wurde das DBV-Kooperationsprojekt mit dem Badminton-Landesverband NRW RACKETMIND feierlich zum Gewinner gekürt. Dabei handelt es sich um eine Online-Plattform rund um das Thema Badminton, die bei der Aus- und Weiterbildung von Trainer*innen hilft, indem sie Expertenwissen und Schulungsmaterialien digital anbietet. Wir haben uns mit Daniel Stark von RACKETMIND über die Entstehung des Projekts von der Idee bis zur Teilnahme bei digital.engagiert unterhalten.


Daniel Stark von RACKETMIND; Foto © Tobias Koch

Um was handelt es sich bei RACKETMIND und wie ist die Idee entstanden?

Daniel Stark: Da muss ich etwas weiter ausholen. Ich und meine Mitstreiter*innen kommen aus dem Badmintonsport und wir gehören leider zu den wenigen deutscholympischen Sportarten, die noch nie eine Medaille bei olympischen Wettkämpfen erringen konnten. Dies wollen wir natürlich ändern! Als wir geschaut haben, an welchen Stellrädern wir drehen können, ist uns aufgefallen, dass unsere Trainerausbildung deutschlandweit sehr heterogen ist. Da gibt es unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche. Das wirkt sich natürlich auf das Level der Nachwuchsspieler*innen aus. Bei der Suche nach einer Lösung für dieses Problem sind wir auf die Idee gekommen, eine digitale Lehr- und Lernplattform einzurichten. Hier soll bundesweit Lehrmaterial gesammelt und aufbereitet werden, das all unseren Trainer*innen in Aus- und Fortbildung zur Verfügung gestellt und als Wissens- und Austauschgrundlage gezielt eingesetzt wird. Außerdem wollen wir so die Anwesenheitszeiten für die überwiegend ehrenamtlich tätigen Trainer*innen reduzieren.

Wie sahen die Schritte zwischen dieser Idee und der konkreten Realisierung aus?

Daniel Stark: Die ersten Schritte sind wir 2017 gegangen. Nachdem uns die Idee gekommen war, suchten wir nach einer Möglichkeit, sie umzusetzen – wie fast immer im Sport ohne Geld. Dabei haben wir uns im Markt nach günstigen Lösungen umgeschaut. OpenSource-Angebote wurden schnell intensiver geprüft und die Auswahl eingegrenzt. Mit der Basis von ILIAS konnten wir uns schließlich ein Grundgerüst selbst aufbauen. Das Problem war dabei nur: Wir waren auf uns allein gestellt und haben schnell gemerkt, dass die Umsetzung sehr lange dauern wird! Nachdem wir mit ein, zwei Pilotprojekten bereits gestartet waren, sprach mich mein Kollege auf Bundesebene, Hannes Käsbauer, an: “Lass uns bei digital.engagiert bewerben! Dort können wir den benötigten Support bekommen, um schneller voranzukommen.”

Ihr habt ebenfalls Ideen mit digitalen Ansätzen und richtet euch damit gezielt an junge Menschen? Oder erleichtert euer Tool zivilgesellschaftliches Engagement?

Dann informiert euch HIER über die diesjährige Förderrunde von digital.engagiert!

Wie sah der Bewerbungsprozess aus?

Daniel Stark: Mein Kollege hatte die Information auch erst erhalten und sagte, dass bereits in einer Woche Abgabe sei. Das war natürlich sehr kurzfristig. Wir haben dann mit viel Energie den Bericht geschrieben, der für die Bewerbung notwendig ist. Man hätte auch ein Video von sich und seinem Projekt drehen können, allerdings war uns dafür die Zeit zu knapp.

Hat ja trotzdem geklappt – zum Glück!

Daniel Stark: Ja, es hat geklappt. Allerdings dachten wir nicht, dass wir da eine Chance haben. Wie der Zufall (bzw. die Jury) es wollte, wurden wir dann aber doch ausgewählt.

Und dann habt ihr den Support bekommen, den ihr benötigt habt?

Daniel Stark: Von den knapp 150 Bewerbungen waren wir am Ende unter den zwölf ausgewählten Teams. Diese Teams wurden dann Anfang Mai zu einem Auftaktevent nach Berlin eingeladen. Dort hat sich jedes Team zunächst in einem kleinen Pitch vorgestellt. Das war sehr interessant: Es waren zwölf ganz unterschiedliche Projekte dabei und wir waren die Einzigen aus dem Sport. Danach haben wir in Form eines sogenannten Blind Dates unseren Coach, Johannes Müller von CorrelAid, kennengelernt. Das war für uns ein riesiger Gewinn. Er hat uns unter anderem gezeigt, wie wir mehr Ehrenamtliche gewinnen können, um die Arbeit besser zu verteilen. Daraus entstanden viele Ansätze und Ideen, die wir bis heute noch lange nicht alle umsetzen konnten.

Über ein halbes Jahr haben wir dann Gas gegeben. Unser Coach stand uns zur Verfügung, wann immer wir ihn brauchten. Da hätten wir sogar noch mehr herausholen können, andere Teams haben diesen Support mehr in Anspruch genommen. Ein Team hat mich besonders beeindruckt: Die sind nur mit einem Konzept gestartet und am Ende des sechsmonatigen Förderzeitraums hatten sie eine fertige App entwickelt.

Außerdem gab es noch 10.000 Euro für jedes Projekt. Das war zusammen mit all der Manpower, dem Coach und dem Netzwerk das i-Tüpfelchen.

Video mit Rückblick auf digital.engagiert 2019.

Was macht die Förderinitiative aus? Warum sollte man sich unbedingt bewerben?

Daniel Stark: Das große Potential dort kommt vor allem Gründer*innen zugute, die Hilfe beim Programmieren, bei rechtlichen Fragen oder viel IT-Support brauchen. Da wir schon unsere Plattform grundlegend aufgebaut hatten, ging es bei uns eher darum, inhaltliche Dinge voranzubringen bzw. digitales Feintuning vorzunehmen.

Außerdem ist das Netzwerk von digital.engagiert der Wahnsinn. Schon am ersten Tag hatte ich zwanzig Visitenkarten! All diese Kontakte haben Hilfe angeboten – und das aus unterschiedlichen Bereichen. Das haben wir im Nachhinein sogar noch viel zu wenig genutzt. Außerdem erlebten wir einen großen Push nach vorne, weil die Förderinitiative und deren Teilnehmer*innen auf vielen Social Media-Plattformen vorgestellt wurden. Das war total cool! Hinzu kamen Einladungen zu vielen Foren etc. – sehr viele Möglichkeiten, unser Projekt weiter zu verbreiten.

Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Daniel Stark: Dank der finanziellen Unterstützung und zusätzlichen Preisgelder konnten wir einen hauptamtlichen Community Manager einstellen. Das bringt schonmal viel frischen Wind rein. Außerdem haben wir uns das Ziel gesetzt, mit allen Landesverbänden zusammenzuarbeiten. Inzwischen ist unser Netz von zwei auf 11 Landesverbände gewachsen, in der Hoffnung, bald alle 16 darauf zu vereinen.

Wer sich unbedingt bei digital.engagiert bewerben sollte

Gesucht werden zum einen junge Menschen, die sich im Team mit digitalen Ansätzen für unsere Gesellschaft engagieren – ganz gleich ob ihre Projekte sich in der Ideen- oder Wachstumsphase befinden. Und zum anderen will digital.engagiert Teams unterstützen, die mit ihrem Projekt die digitalen Fähigkeiten der Generation von Morgen stärken wollen. Das können zum Beispiel Engagierte aus Vereinen oder Sozialunternehmen sein – mit Projekten in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung.

Mit “digitalen Fähigkeiten” sind zum einen digitale Schlüsselqualifikationen, wie der informierte Umgang mit Daten im Netz oder die Fähigkeit zum kollaborativen Arbeiten, gemeint. Zudem anderen stehen Projekte im Fokus, die technologisches Fachwissen wie die Fähigkeit zu Programmieren oder die Analyse von Big Data nutzen. Auch nicht-digitale Zukunftskompetenzen werden berücksichtigt. Deshalb hat die Jury auch ein Auge auf Projekte, welche Eigeninitiative und die Kreativität junger Menschen fördern und unternehmerisches Denken begünstigen.

Was für euch drin ist

digital.engagiert setzt da an, wo es oft am meisten hakt: individualisiertes Coaching, praktische Hilfestellung und ein Netzwerk an Expert*innen und Gleichgesinnten. Jedes Projektteam bekommt einen Coach zur Seite gestellt, die oder der das Team ein halbes Jahr lang bei der Umsetzung eurer Ideen begleitet – in persönlichen Treffen vor Ort und über Videokonferenzen. Zudem erhalten die Teilnehmenden eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro pro Projekt. Am Ende des Förderzeitraums werden die Fortschritte aller Teilnehmenden bei einer Abschlussveranstaltung gewürdigt und drei Projekte als Gewinner ausgezeichnet. Sie erhalten Preisgelder von zusätzlich insgesamt 30.000 Euro.

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