Ich bin Charlotte, eine der drei Gründerinnen von climb. Seit 2012 stärken unsere Lernferien Kinder, ihre Träume mutig zu verfolgen. Das heißt: Wir werden diese Woche fünf Jahre alt! Zeit für einen kleinen Rückblick – mit GIFs, weil beim Sozialunternehmen-Gründen Humor die wichtigste Kompetenz überhaupt ist.

1. Es beginnt alles mit der besten Idee, die du jemals hattest.

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Alle beschweren sich immer über die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und sagen dann Sachen wie „Eigentlich müsste man …“ oder „Es wäre voll sinnvoll, wenn …“ oder „Jemand könnte doch mal ...“.

Und du so: „ICH könnte mal …!“ Und plötzlich lässt dich diese Idee nicht mehr los.

2. Und dann denkt ihr euch, „Scheiß drauf, wir machen das jetzt einfach.“

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Ideen hat jeder. Aber wir Social Entrepreneurs sind mutig genug, unsere Ideen in der Praxis auszuprobieren und aus Träumen Pläne werden zu lassen. Das ist nervenaufreibend, aufregend, lehrreich – und unglaublich cool.

3. Der Moment, in dem du das erste Mal denkst: „Hey, das könnte tatsächlich klappen.“

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Solche Momente sind unbezahlbar. Einer, den ich nie vergessen werde, war, als wir bei den allerersten climb-Lernferien solche Panik hatten, dass die Kinder alle nicht kommen, dass wir am Abend vorher alle Eltern noch mal angerufen haben. Und die alle so: „Ja, natürlich kommt sie!“ „Er freut sich schon total!“ Gänsehaut.

4. Wenn du einen Pitch hinlegst, der sowas von reinhaut.

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Pitchs gehören dazu. Kurz und knackig präsentierst du potenziellen Partner*innen dein Konzept und begeisterst sie mit einer schönen Geschichte. So einen Pitch vorzubereiten ist harte Arbeit. Und wenn man dann schon währenddessen merkt, wie gut die Idee ankommt, fühlt man sich fast wie Beyoncé.

5. Wenn ein Förderantrag durchgegangen ist und zur Abwechslung mal genug Geld auf dem Konto ist.

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Facts.

6. Wenn ihr anfangt, euch mit eurer Wirkungskette, Monitoring und Evaluation zu beschäftigen.

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Durch die Beschäftigung mit Output- und Outcomezielen und der Frage nach dem Impact schärft ihr das eigene Konzept, stellt Sachen in Frage und versteht am Ende die eigene Arbeit viel besser als vorher. Und mit messbaren Variablen, die Wirkung quantifizieren, habt ihr endliche eine bessere Antwort auf die Frage nach der Veränderung, die ihr erzielt, als „... ähm …?“. 

7. Wenn dich jemand fragt: „Und davon kann man LEBEN?“

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Wahlweise auch: „Was für ein schönes Projekt! Machen Sie das ehrenamtlich?“

8. Wenn dir jemand mit einer schlauen Frage oder einem gelungenen Feedback wirklich weiterhilft.

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Nicht alle Fragen sind blöde Fragen. Wer sich bei Profis aus der Wirtschaft, erfahrenen Sozialunternehmer*innen oder anderen Mentor*innen gezielt Rat holt, merkt schnell, wie viel das bringen kann. Jedes Mal geht’s einen riesigen Professionalisierungsschritt nach vorn und der Alltag wird hinterher viel leichter. Also: Holt euch Hilfe von startsocial, Ashoka, Social Impact und wie sie alle heißen. Ihr müsst nicht immer alles können!

9. Tage, an denen du das Gefühl hast, deine To-do-Liste reicht bis Shanghai

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Meistens macht die Arbeit Spaß. Und wir Sozialunternehmer*innen sind natürlich hochmotiviert bei der Sache, weil wir an die Wirkung unserer Arbeit glauben. Aber manchmal ist es trotzdem einfach viel.

Und wenn es zu viel ist?

Mitstreiter*innen finden. Kleinere Ziele stecken. Pause machen. Schlafen. Und weiter geht’s!

10. Spaß und Freude mit der Lohnbuchhaltung, dem Finanzamt und der Rentenversicherung.

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Du: „Ich will ja nur die Welt veränd...“

Amt: „Das ist so nicht vorgesehen.“

Krankenkasse: „Da kann ich Ihnen jetzt auch nicht weiterhelfen.“

Buchhaltung: „Also, so können Sie das auf keinen Fall machen.“

11. Wenn du merkst, dass du mit deinem Team durch dick und dünn gehst ...

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Allein kommst du nicht weit. Aber mit einem Team, in dem ihr euch aufeinander verlassen könnt, in dem ihr gemeinsam wachst, in dem ihr euch gegenseitig feiert und den Frust miteinander teilt … ist fast alles möglich.

12. … und langsam eine Community rund um deine Idee entsteht.

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Wenn deine Idee gut ist und wenn du deine Vision gesellschaftlicher Veränderung überzeugend kommunizieren kannst – dann steckt sie an. Und dann hast du auf einmal eine Bewegung hinter dir, die an all das glaubt, woran du glaubst. Ein größeres Geschenk? Gibt es nicht.

13. Wenn du siehst, wie du in den Menschen, für die du das machst, ungeahnte Potenziale weckst …

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Egal, ob’s Kinder, Geflüchtete, Rentner*innen oder Jugendliche sind, mit denen du arbeitest: Die Momente, in denen du merkst, dass der Funke übergesprungen ist, sind unbezahlbar.

14 ... und wenn du erleben kannst, was das für sie bedeutet.

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Dann weißt du: Ich habe den besten Job der Welt.

Charlotte Frey ist Mitgründer*in der vielfach ausgezeichneten gemeinnützigen CLIMB GmbH. Nach fünf Jahren mit climb ist sie ein bisschen abgeklärter, ein ganzes Stück klüger und immer noch schwer verliebt in Team und Idee.