Jede*r sechste Deutsche glaubt nicht an den Klimawandel und seine verheerenden Folgen. Damit sind wir unseren eurpäischen weit voraus. Während in Deutschland 16% der Bevölkerung die Existenz des Klimawandel bezweifeln, sind es in Frankreich nur 6%, in Norwegen sogar nur 4%. Doch wie geht man mit Skeptiker*innen um? Wie argumentiert man?

Wir haben fünf bewiesene Tatsachen zusammengestellt, die helfen, wenn Oma und Opa beim nächsten Kaffeekränzchen immernoch am Klimawandel zweifeln:

1. Es ist wärmer geworden

Das hat wahrscheinlich jede*r die letzten Jahre selber gemerkt. Und auch die Wissenschaft stellt fest: seit 1881 – seit also 138 Jahren – hat sich die Mitteltemperatur laut den Daten des Deutschen Wetterdienstes um 1,4 °C erhöht (das ist übrigens ein Temperaturanstieg über dem weltweiten Durchschnitt). Und auch die Ozeane sind zwischen 1980 bis 2015 in den oberen Wasserschichten um etwa 0,5°C gestiegen "Ach, ist mir egal, dann ist es im Sommer eben ein bißchen wärmer." sagen vielleicht die Skeptiker*innen auf diese Fakten. Doch leider beschränken sich die Konsequenzen der anhaltenden Hitze nicht nur auf den reinen Temperaturanstieg...

2. Das Wasser wird knapp

Die steigende Temperaturen haben zur Folge, dass die Wasserreserven immer mehr schrumpfen. In ca. 10 Jahren könnte es bereits soweit sein, dass jeder zweite Mensch keinen ausreichenden Zugang zu Wasser haben könnte. Wenn die Temperatur weiterhin so ansteigt und wir weiterhin so viel Wasser konsumieren, bräuchten wir ungefähr 40 Prozent mehr Wasser. Wasserknappheit wird auch die Landwirtschaft mehr und mehr betreffen. Das meiste Wasser (mit etwa 70%) wird nämlich von Rinderzüchtern und Co. verbraucht. Die Industrie verbraucht dagegen nur ca. 22% des Wassers und Privathaushalte sogar nur 1%.

3. Der Meeresspiegel steigt

"Aber wir haben doch Wasser. Die Meeresspiegel steigen doch andauernd an" argumentiert vielleicht die*der ein oder andere Klima-Skeptiker*in. Das stimmt zwar, aber man kann Salzwasser ja nicht zur Bewässerung von Feldern benutzen und Entsalzungsanlagen benötigen nach wie vor riesen Energiemenge, die ja auch nicht einfach vom Himmel fällt. Der real existierende Anstieg der Meeresspiegel (10 bis 20 Zentimeter in der Nord- & Ostsee über die letzten 100 Jahre z.B.) ist also kein Grund zur Freude, sondern führt auch heute schon dazu, dass Sturmfluten heftiger und höher ausfallen. Insgesamt steigt der Pegel um 3,4 mm pro Jahr und verursacht so schon entscheidende Einschnitte in den Lebensräumen von Menschen und Tieren.

4. Massenaussterben

Apropos Tiere: die gibt es vielleicht auch nicht mehr lange in der Vielfalt, in der wir sie kennen. Forscher gehen davon aus, dass wir uns momentan im Beginn eines Massenaussterbens befinden. So nennt man es, wenn ca. drei Viertel der Arten aussterben. To be fair: das Aussterben der Tiere liegt nicht nur am Klimawandel. Aufatmen können wir Menschen deswegen aber nicht, weil unser verantwortungsloser Umgang mit tierischen Lebensräumen neben dem Temperaturanstieg den Hauptgrund für das Auslöschen vieler Arten auf diesem Planeten verantwortlich ist.

5. Du und Ich – Wir sind schuld daran

Die wohl bitterste Pille an dieser Klima-Krise ist: wir sind schuld. Der Mensch hat innerhalb der letzten 200 Jahren – vor allem aber seit der Industrialisierung – erheblich dazu beigetragen, dass wir heute in dieser Situation sind. Seit 1870 hat sich die CO2 Konzentration in unserer Atmosphäre fast verdoppelt. Es gibt keine "natürliche" Erklärung dafür, außer dem massiven Anstieg an Verbrennungsmotoren und anderen menschengemachten Luftverpestern.

Jede*r kann was tun

Nachdem ihr Oma und Opa überzeugt habt, den Klimawandel als einen wirklich exitierenden Vorgang zu akzeptieren, könntet ihr zum Beispiel ein Zeichen setzen und am 20. September im Rahmen des Global Climate Strike gemeinsam mit uns auf der Straße für ein Umdenken der Politik zu demonstrieren.

 

Quellen:

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Wie viel verdient man eigentlich im sozialen und nachhaltigen Sektor?
Der tbd* Gehaltsreport – Gehalt, Präferenzen und Zufriedenheit der Mitarbeiter im sozialen Sektor.
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