Sind Sie auf der Suche nach Fundraiser*innen und finden keine? Das ist nicht verwunderlich. Ein Thema, das viele im Dritten Sektor schon länger beschäftigt, ist die sich zuspitzende Lage im Arbeitsmarkt Fundraising.

Die Personalberatung Talents4Good hat in Kooperation mit Prof. Tom Neukirchen, Gesellschafter bei der Fundraising-Agentur Fundgiver, Expert*innen aus verschiedensten Organisationen und in unterschiedlichen Positionen befragt, die in Interviews ihre Erfahrungen und Ansichten mitgeteilt haben.

Die wichtigsten Erkenntnisse gibt es hier zusammengefasst:

Immer mehr Organisationen erweitern ihre Fundraising-Aktivitäten, internationale Non-Profits eröffnen Büros und aus dem Stiftungssektor kommen neue Akteur*innen in den Markt. Dies führt dazu, dass es zu wenige Fachkräfte auf zu viele offene Stellen gibt. Hinzu kommt, dass viele Fundraiser*innen eine intrinsische Motivation für ihre Arbeit verspüren, sodass die Wechselbereitschaft nicht hoch ist. Um kompetente Mitarbeiter*innen in diesem Bereich zu finden, müssen sich Arbeitgeber*innen deshalb noch flexibler und zugewandter zeigen als bisher.

Auch hat sich gezeigt, dass Fundraiser*innen heutzutage immer spezialisierter arbeiten. Während es für ein erfolgreiches Fundraising früher vorwiegend Mailing-Spezialist*innen brauchte, sind die Anforderungen heute differenzierter. Dies führt dazu, dass Themen wie Führung, Employerbranding und Unternehmenskultur immer wichtiger werden, um eine positive Zusammenarbeit zu ermöglichen und Mitarbeiter*innen langfristig zu binden.

In der Arbeitgeberposition fallen nun auch im Stellenbesetzungsprozess einige neue Herausforderungen auf. Ohne Denken in neue Richtungen geht es nicht mehr: Das Rekrutieren von neuem Personal aus der klassischen Wirtschaft. Der Blick von außen garantiert noch einmal mehr frischen Wind und viel Energien. Alternativ zu Quereinsteiger*innen sollte auch der Blick in bereits bestehendes Personal nicht gescheut werden: Vielleicht möchte man eine*n Projektmanager*in umschulen oder den*die Praktikant*in neu einstellen?

Die Prognose in die Zukunft, welche von vielen Expert*innen in den Interviews aufgezeigt wurde, ist jedoch nicht negativ: Arbeitgeber*innen müssen sich neue Strategien überlegen und immer öfter Spezialist*innen für den Besetzungsprozess beauftragen, um passende Personen zu finden. Die Standorte Berlin und Köln/Bonn werden wohl als Hotspots noch stärker in den Vordergrund rücken und sowohl Fluktuation als auch Gehälter werden wohl steigen.

Falls Sie noch mehr über die Ergebnisse der Studie herausfinden wollen, finden Sie HIER mehr.

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Wie viel verdient man eigentlich im sozialen und nachhaltigen Sektor?
Der tbd* Gehaltsreport – Gehalt, Präferenzen und Zufriedenheit der Mitarbeiter im sozialen Sektor.
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