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Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten, Tendenz steigend. Was nachzuvollziehen ist: Städte bieten oftmals eine höhere Lebensqualität, bessere Jobmöglichkeiten und mehr Platz für kreative Entfaltung. Nur welche Herausforderungen kommen zukünftig durch den Megatrend Urbanisierung auf uns zu? 

Diese Frage haben sich Project Together und MINI Deutschland gestellt und die #startupnextdoor Challenge ins Leben gerufen. Von den vielen eingegangenen Ideen wurden 15 Visionär*innen ausgewählt, die zu den Themen Connected Locals, Fair Living und Creative Use of Space ihre Projekte und Lösungen für die Städte von morgen präsentieren durften. Wir haben uns die 5 inspirierendsten herausgesucht.

Recyclehero - Migration, Langzeitarbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit werden auch im zukünftigen urbanen Raum eine Herausforderung darstellen. Recyclehero hat ein soziales Geschäftsmodell entwickelt, welches diese Probleme an der Wurzel packen soll. Es ist der erste Abhol-Service, der Altglas direkt an der Haustür abholt und entsorgt. Klingt zunächst unspektakulär. Die Dienstleister sind jedoch Geflüchtete, Obdachlose und Langzeitarbeitslose, die durch Recyclehero die Möglichkeit erhalten, wieder erste Schritte in den Arbeitsmarkt zu machen. 

Erntebox - Zwar ziehen immer mehr von uns vom Land in die Stadt, aber wir möchten dennoch keine regionalen Produkte missen. Erntebox hat dort angesetzt und bringt frische, regionale Produkte von Bauern aus dem Umland in die Stadt und macht sie rund um die Uhr verfügbar. Wie das funktioniert? Die Produkte werden in Selbstbedienungsautomaten in der ganzen Stadt verteilt. Weniger Arbeitsaufwand und Investitionsrisiko für Landwirte, mehr Sonntagsrührei für uns! 

Emerald Berlin - Statementfashion statt Fashionstatements. Emarld Berlin möchte soziale Herausforderungen in einen modischen Kontext setzen. In Kooperation mit NGOs designen sie Statementshirts, wobei der Großteil der Erlöse an die jeweilige NGO geht. Jedes Design ist einem anderen guten Zweck zugeteilt, sodass die Käufer*innen selber entscheiden können, wo der Erlös hingehen soll. 

Stadt statt Strand - Sie sind überall in der Stadt versteckt: ungenutzte Freiräume. Hat man dann eine coole Idee für einen Skatepark, ein Open Air oder einen Gemeinschaftsgarten macht die Bürokratie einem meistens einen Strich durch die Rechnung. Stadt statt Strand hat dazu eine Placemaking Plattform kreiert, die zum einen bei rechtlichen Fragen zur Seite steht und zum anderen Menschen anspornen möchte, urbanen Freiraum kreativ zu nutzen.

Art Night - Nirgendwo sonst wie in der Stadt kann man so einsam unter Menschen sein. Art Night möchte durch lokale Events Menschen zusammenbringen. Die Verstaltungen sind angeleitet von Künstler*innen, die einem helfen, in kürzester Zeit ein eigenes Kunstwerk zu erstellen. Dabei muss man weder Picasso noch Frida Kahlo sein.