Beim Berufseinstieg müssen Absolventinnen in geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen mit besonders großen Hürden rechnen. Betriebliche und geschlechtsspezifische Rollenerwartungen, geringe Einstiegsgehälter und Ungleichgewichte in Führungspositionen stehen an der Tagesordnung.

Der Jobeinstieg bringt für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen viele Herausforderungen und Unsicherheiten mit sich. Aus Sicht vieler Arbeitgeber besitzen sie kein klares berufliches Profil und das im Studium angeeignete Wissen gilt als theoretisch und wenig praxisrelevant. Hinzu kommt, dass die Möglichkeiten für Einsatz- und Spezialisierung schwammig und zugleich vielfältig sind. So gestaltet sich auch die berufliche Orientierung in Sozial- und Geisteswissenschaften sehr schwierig. Trotz Berufserfahrung im In- und Ausland und mit Magister, Master oder Doktor in der Tasche, geben sich viele nach hunderten Bewerbungen für „Entry Level Positionen“ zunächst mit einem 400 Euro-Praktikum geschlagen.

Top-Tipps:

Wie also können Absolventinnen der Geistes- und Sozialwissenschaften nach dem Studium selbstbewusst in den Beruf gelangen? Karin Heinzl, Gründerin des Sozialunternehmens MentorMe, ein berufsbezogenes Mentoring-Programm für Studentinnen, verrät ihre Top Tipps für Berufseinsteigerinnen:

  1. Stehe zu deinem Wort und zieh Dinge durch – Bereits dann hebst du dich ab.
  2. Nimm Chancen wahr – Kannst du was nicht, sag zu, geh heim, lern es und mach es.
  3. Die Welt gehört den Mutigen – Reise viel und hab keine Angst vor Autoritäten.
  4. Erzähl jedem was du willst und such dir Unterstützer und Verbündete – jetzt.
  5. Vergiss die Nein-Sager – Wer versteht urteilt nicht und wer urteilt versteht nicht.
  6. Visualisier dir dein Umfeld in 10 Jahren – Beginne heute mit Schritt 1 zu dieser Zukunft.
  7. Mach dir keinen Erfolgsdruck – Du bist toll wie du bist und der Rest wird folgen.

 

ursprünglich erschienen: 08.10.2015

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