Sei mal ganz ehrlich: Gehörst Du auch zu denen, die sich jedes Jahr im Januar vornehmen mehr Sport zu machen, weniger zu rauchen oder endlich den großen Traum anzugehen – und einen Monat später findest Du Dich in einem unveränderten Alltag wieder?

Komm‘ lass uns herausfinden, wie Du Deine Ziele wirklich verwirklichen kannst!

Tipp 1: Schmeiß Deine Jahresvorsätze über Bord und finde heraus, wonach Du Dich sehnst!

Die meisten Ziele, die wir uns am 1. Januar stecken, inspirieren uns eigentlich nicht. Einige bedienen sogar nur Konventionen. Wir haben ein Idealbild im Kopf und entwickeln unbewusst Ziele, die uns bei unserem inneren Helden ankommen lassen sollen. Anstrengend! Jedes Ziel, dass Du aus einem Gefühl des Mangels heraus entwickelst, trägt diesen Druck schon in sich. Da wir Druck nicht fühlen wollen, weichen wir ihm aus – und damit auch unserem Ziel.

Sch* auf Motivation, wähle Inspiration! Wonach sehnst Du Dich? Was lässt Deine Augen leuchten? Was fühlt sich einfach unglaublich gut an? Wie möchtest Du Dich fühlen? Geh‘ mit diesen Fragen spazieren, duschen, zur Arbeit. Sitz mit ihnen in der Tram und koche mit ihnen eine Suppe. Lass Deine Antworten auftauchen, notiere sie Dir irgendwo. Dann folge der Freude.

Tipp 2: Wähle ein Wort für Dein neues Jahr!

Anstatt ein großes Ziel für 2017 zu wählen, entschließt Du Dich für ein Wort. Was meine ich damit? Schau‘ Dir die Antworten aus den vorangegangen Fragen an. Welches Wort kommt immer wieder vor? Welches Gefühl verbindest Du mit Deinen Antworten? Du kannst Dein Wort für 2017 auch ganz intuitiv wählen. Was möchtest Du erfahren? Hier ein paar Ideen:

  • Freude, Liebe, Frieden, Kreativität, Licht, Lachen, Mut, Vertrauen, Selbstbewusstsein, Aktivität, Wissen, Wirkung, Herz, Freundschaft etc.

Wähle ein Wort, das Dich in diesem Jahr leitet. Dann frage Dich: Wie drückt sich das Wort aus? Was mache ich dann anders? Was lasse ich los und wofür mache ich Platz? Was sind neue Routinen, die ich mir erschaffe, wenn ich mich auf dieses Wort ausrichte?

Spürst Du schon wie viel leichter dieser Zugang ist? Da ist kein Druck, nur Anziehung. Mein Coachingausbilder hatte eine schöne Metapher zum Thema „Ziele verwirklichen“. Er sagte: „Du kannst vor der Angst wegrennen und so ständig in Bewegung sein oder Du kannst Deine Vision fest im Blick haben und Dich auf sie zubewegen, weil sie so anziehend für Dich ist.“

Wenn Du eine Anleitung für das Finden Deines Wortes für 2017 haben möchtest, schau vorbei auf meinen Blog. Dort teile ich ein Workbook, in dem ich Dich durch einen Coachingprozess leite, damit Du Dich inspiriert auf 2017 ausrichten kannst: http://www.elisabethhahnke.com/danke-2016-ausrichtung-2017/

Tipp 3: Nimm den Weg der kleinen Schritte

Anstatt in Meilensteinen zu planen, kannst Du mal versuchen in Routinen zu denken. Ich gebe Dir ein Beispiel: Mein Wort für 2017 ist Kreativität. Ein Ausdruck dieses Wortes ist für mich, ein Buch zu schreiben. Anstatt, dass ich mir jetzt einen Plan erstelle, von dem ich eh weiß, dass ich ihn nicht einhalten werde, weil mein Leben jedes Mal dazwischenfunkt, stelle ich mir folgende Frage: Was macht jemand anders, der ein Buch schreibt? Wie denkt jemand, der ein Buch schreibt? Was tut dieser Mensch jeden Tag? Welche Routinen hat so jemand?

Dann sammle ich meine Antworten: „So ein Mensch schafft sich täglich Raum zum Schreiben, das heißt, er sagt andere Aufgaben und Projekte ab. So jemand hört gut zu und beobachtet die Menschen um ihn herum. Jemand der ein Buch schreibt, hat ein Notizbuch dabei und kritzelt unfertige Ideen zu jeder Tag- und Nachtzeit dort hinein…etc.“

Aus diesen Antworten bastle ich mir dann tägliche kleine Routinen, an die ich mich halte. Die Idee ist hier, dass Du nach der Visionsfindung Deinen Blick auf die kleinsten pragmatischsten Schritte lenkst und Dich diesen ganz hingibst. Du schaust in die Weite, blickst zu dem Ort, der Dich inspiriert und lebendig fühlen lässt. Du fühlst dieses Bild, das Du dann siehst in Deinem Herzen und hältst es dort warm und heilig. Dann wendest Du den Blick auf das JETZT. Was kannst Du jetzt tun? Und Du beginnst, zärtlich aber bestimmt. Praktisch aber verbunden. Pragmatisch und dennoch erfüllt.

Tipp 4: Jedes Scheitern ist willkommen!

Wird es Momente geben, in denen Zweifel aus den hintersten Ecken Deines Verstandes in Dein Herz kriechen und Deine Vision mit Dreck bewerfen? Absolut. Wird es Momente geben, in denen Dich all die kleinen Routinen, verzweifelt zurücklassen, weil Du das Gefühl hast nicht voranzukommen? Ja. Wird es Momente geben, in denen Du Dich und Deine Vision mitsamt aller Schritte vergisst? Darauf kannst Du wetten. Na und? Es ist vollkommen egal. Denn Du kennst Dein Ziel und Deinen Weg. Du bist inspiriert und weißt, was zu tun ist. Soll die Angst doch kommen! Sollen sich die Zweifel anstellen und Dir ihre blöden Kommentare an den Kopf werfen. Du bist gewappnet. Du bist Deinem Licht zugewandt. Was könnte Dir passieren? „Und was… was ist“, fragst Du, „wenn mich meine Zweifel umhauen oder ich ihnen tief in die Dunkelheit folge?“ Dann stehst Du wieder auf und kommst zurück.

Es ist einfach normal. Es gibt keine „10 Strategien, wie Du nie wieder an Dir zweifelst!“. Du bist Schatten und Licht. Faul und aktiv. Apathisch und inspiriert. Verzweifelt und klar ausgerichtet. Willkommen in der Welt der Polaritäten. Willkommen auf der Erde! Die einzige Frage, die Du beantworten musst, ist: „Wie gehe ich mit den Rückschlägen um?“ Machst Du Dich fertig? Schmeißt Du alles hin? Nervst Du Deine Freunde mit dem ewigen Wähwähwäh? Oder richtest Du Dich auf, schaust Deiner Angst in die Augen und funkelst ihr zu: „Du kommst mit, aber ICH zeige den Weg.“ Nimmst Du Dein Versagen ans Herz und flüsterst: „Ja, shit happens, aber weißte, ich liebe Dich und ich kann eine Menge von Dir lernen.“

Erinnere Dich an die Schattenspiele Deiner Kindheit: eine Lampe, vier Hände, Schatten und eine Wand. Schatten und Licht machen dieses Leben so unwiderstehlich, faszinierend und wild. Es macht keinen Sinn in einem dunklen Zimmer zu sitzen und es macht auch keinen Sinn, an eine erleuchtete Wand zu starren. Aber, hey, wie traumhaft… hast Du gesehen? Wie sich dieser Schatten in ein Krokodil verwandelt, in einen Baum, in einen Vogel… Ich denke, was ich uns sagen will ist, nimm nicht nur das Licht in Dir an. Nimm Deine Schatten mit und erkenne, wie viel Liebe und Kreativität auch in ihnen steckt. Mache Dein ganz eigenes Spiel aus Schatten und Licht.

Tipp 5: Sei mutig und lass Träume auch ungelebt!

Zu guter Letzt, Du lieber Mensch… Überprüfe noch einmal Deine Neujahrsvorsätze auf Aktualität. Willst Du diesen Traum wirklich verwirklichen? Und wenn nicht, wenn Du einfach keinen Bock darauf hast, 6 Kilo abzunehmen oder jeden Tag einen grünen Saft zu trinken… weißt Du… dann lass es einfach bleiben. Das Leben ist zu kurz, um den falschen Geistern hinterherzujagen. Du bist wundervoll. Jetzt schon. Ja. Jetzt in diesem Moment. Und alles was Du Dir wünschst und was Du noch vertiefen oder neu erfahren willst, ist ein weiteres Sahnehäubchen auf Deinem süßen Weg. Alles was keine Freude auslöst, darf gehen oder sich verwandeln. Und noch etwas, Du musst nichts. Und Du musst vor allen Dingen nichts für jemand anderen tun. Weder für Dein Umfeld, noch für Deinen inneren Helden, diesem Idealbild, an dem wir alle beständig scheitern. Geh doch einfach los, für Dein Herz. Für Deine Liebe. Deine Freude. Und Deine Menschlichkeit. Koste dieses Leben aus, in all seinen Facetten.

Alles Liebe. Kopf hoch, Herz offen und Rock’n’ Roll!

Über die Autorin 

Elisabeth Hahnke studierte Communication and Cultural Management an der Zeppelin Universität (Master of Arts) und gründete das renommierte Social Franchise ROCK YOUR LIFE! mit zwei Freunden. Für ihre Arbeit wurden sie und ihr Team mehrfach ausgezeichnet, z.B. mit dem MTV Voices Award. Elisabeth ist Responsible Leader der BMW Stiftung und setzt sich mit ihrer Arbeit für persönlichen und sozialen Wandel ein. Im Moment leitet sie das Potentialentwicklungsprogramm BILDUNGSROCKER und arbeitet darüber hinaus als Trainerin und Coach. Sie ist Expertin in den Bereichen Coaching, MBSR/Introvision und Potentialentwicklung.

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