Klimabewusstes Wirtschaften ist en vogue, auch und gerade bei jungen Unternehmen. Experten erwarten in den nächsten zwei Jahren deutlich steigende Gründungszahlen von Sozialunternehmen. Schon heute gibt es mehrere hundert Social Businesses in Deutschland.

Sie sichtbar zu machen und es Unternehmen und Verbrauchern zu erleichtern, sie bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen, das ist das Ziel der ersten Landkarte der Social Businesses in Deutschland. Und ratet mal was: tbd* – eure liebste Plattfort für Jobs mit Sinn – ist natürlich auch dabei!


Überblick der Social Businesses in Deutschland / Bild: Polarstern Energie

Entwickelt hat die Karte der Öko-Energieversorger Polarstern, selbst auch ein Social Business. Auf der Online-Landkarte verzeichnet sind alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die entweder eine Gemeinwohl-Bilanz veröffentlichen, die Mitglied des Social Entrepreneurship Netzwerks Deutschland, kurz SEND e.V., oder eines Impact Hubs sind oder sich nach B Corp zertifizieren lassen. Die Karte wird kontinuierlich um Unternehmen aus diesem Kreis erweitert.

Start ins Zeitalter der Sozialunternehmen.

Unterstützt durch die Kima- und Zukunftsdebatten wächst das Interesse an bewusstem Konsum vor allem in der Generation der Ende 20- bis Ende 30-Jährigen. Auch Programme zur Gründungsunterstützung von Social Businesses werden derzeit verstärkt aufgesetzt. Genauso werde für sie auf privatwirtschaftlicher Seite zunehmend mehr Finanzierungsunterstützung angeboten, berichtet Markus Sauerhammer, Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerks Deutschland (SEND).

„Neue Gesetze und Regelungen etwa zur CO2-Bepreisung können ebenfalls die Geschäftsaussichten für Sozialunternehmer verbessern“, betont Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers Polarstern. Das Marktumfeld werde attraktiver, ist er sich sicher. „Auf Kundenseite gewinnen nachhaltige Kriterien an Bedeutung und verändern das Konsumverhalten. Gleichzeitig verbessern sich die Geschäftsaussichten, was wiederum die Finanzierungsmöglichkeiten beeinflusst.“ 

Noch stellen Sozialunternehmen eine Minderheit in der Wirtschaft. Doch die Zeichen der Zeit stehen gut, dass ihr Einfluss zunimmt und sie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft immer stärker prägen.

Konsumenten und Unternehmen haben die Aufgabe und die Herausforderung, durch ihre Kauf- und Lieferantenentscheidungen, die Entwicklung zu einer stärker wertegetriebenen Wirtschaft zu unterstützen. Genau hier setzt die erste Landkarte der Social Businesses in Deutschland an. Sie hilft, in wenigen Klicks Sozialunternehmen in den verschiedenen Branchen zu finden. „Es muss einfacher sein zu erkennen, wer ehrlich und rundum nachhaltige Ansprüche an sein Wirtschaften stellt“, sagt Florian Henle.

Text: Pressemitteilung Polarstern

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