Auf einer Veranstaltung in Ljubljana, Slowenien, hat die Europäische Kommission den Startschuss für den Wettbewerb zur sozialen Innovation in Europa 2019 gegeben. Im Rahmen des Themas „Challenging Plastic Waste“ (Bekämpfung von Plastikmüll) werden in diesem Jahr Ideen und Projekte gesucht, mit denen sich Kunststoffabfälle durch Systemveränderungen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene verringern lassen. Unabhängige Juroren werden die drei Projekte auswählen, die im Oktober 2019 ein Preisgeld von jeweils 50 000 EUR erhalten.

„Jedes Jahr sammeln wir in Europa mehr als 27 Millionen Tonnen Plastikmüll. Die Behandlung von Kunststoffabfällen ist zwar eine große Herausforderung, bietet aber auch die Chance zur Innovation und zur Erarbeitung neuer Lösungen. Deshalb rufen wir in diesem Jahr dazu auf, Ideen zur Bewältigung dieses gesellschaftlichen Problems einzureichen. Diese Ideen können das Fundament für neue Geschäftsmodelle bilden, aber auch für neue Formen der Kooperation. Sie können neue Wege aufzeigen, die zu einer besseren, saubereren und nachhaltigeren Zukunft für alle führen,“ so Slawomir Tokarski, Direktor für Innovation und Advanced Manufacturing bei der Europäischen Kommission.

Die Europäische Kommission, die sich entschlossen dafür einsetzt, das Problem der Kunststoffabfälle in eine positive Richtung für die Zukunft Europas zu lenken, hat bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören die erste europaweite Strategie für Kunststoffe, die Gründung der Allianz für die Kunststoffkreislaufwirtschaft sowie eine Selbstverpflichtungskampagne. Mit diesen Maßnahmen legt die Kommission den Grundstein für den Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft, die Wachstum und Innovation fördert.

Mit dem Wettbewerb für soziale Innovation in Europa 2019 sollen Ideen und Projekte unterstützt werden, die zur Verringerung von Kunststoffabfällen und von Vermüllung durch Verbesserung bestehender Prozesse oder zur Einführung ganz neuer Produkte und Initiativen beitragen. Die Innovationen sollen die Kunststoffberge verringern oder die Wiederverwendung und das Recycling von Kunststoffabfällen fördern und ermöglichen.

Die Lösungen sollten messbar, auf systemische Veränderungen ausgerichtet und einem der folgenden Bereiche zuzuordnen sein:

  • Verringerung des Verbrauchs von Einwegkunststoffprodukten
  • Recycling, Wiederverwendung und Upcycling von Kunststoffabfällen
  • Behandlung von auf Deponien oder in der Umwelt angesammelten Kunststoffabfällen
  • Änderung des Verbraucherverhaltens oder des Einzelhandels und von Unternehmenspraktiken im weiteren Sinne
  • Umsetzung alternativer Geschäftsmodelle und Optimierung von Lieferketten
  • Einführung neuer Werkstoffe, die für eine Kreislaufwirtschaft geeignet sind oder nachhaltige Alternativen zu Kunststoffen aus fossilen Rohstoffen darstellen

Mit dem Wettbewerb für soziale Innovation in Europa werden Ideen von sozialen Innovatoren, Unternehmern, Studierenden, Designern, „Machern“ und Kreativschaffenden gesucht – schlicht von all jenen, die eine innovative, kreative Idee haben, die im Bereich Kunststoffabfälle eine grundlegende Wende herbeiführen könnten.

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