Seit 2014 zeichnet der Green Alley Award der Landbell Group Unternehmenslösungen im Bereich Abfallvermeidung, Verpackung und digitale Technologien, welche ihre Energie nutzen, um die lineare in eine Kreislaufwirtschaft zu verwandeln, aus.

Auch in diesem Jahr bewarben sich wieder viele Start-ups aus ganz Europa, um die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen zu können. Diese spannenden Unternehmen haben es in die Top 6 geschafft:

Cellugy (Dänemark)

Das dänische Startup-Unternehmen hat EcoFLEXY entwickelt, eine 100% biobasierte Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen. Hergestellt aus landwirtschaftlichen Abfällen, kann die Cellulosefolie zu fruchtbarem Kompost zerfallen und ist beständig sowohl gegen Wasser als auch Temperaturschwankungen. Die lichtdurchlässigen und flexiblen Bioblätter sind umweltfreundlich und für die Lebensmittelindustrie geeignet.

Flustix (Deutschland):


Das Flustix Plastikfrei Siegel / Quelle: Flustix

Flustix, ein Startup aus Deutschland, hat ein Vertrauenssiegel für Verbraucher erfunden, um Transparenz zu erhöhen und das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen. Unterschiedlich farbige Prüfzeichen zeigen an, ob Produkte und/oder Verpackungen frei von Kunststoffen bzw. Mikro-kunststoffen sind oder aus recycelten Materialien bestehen. Hersteller, die ihre Produkte zertifizieren lassen wollen, müssen eine gründliche Prüfung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle bestehen.

Gelatex (Estland):

Das estnische Startup hat eine umweltfreundliche Alternative zum konventionellem Leder geschaffen, bei dem Gelatine aus den preiswerten Abfällen der Fleisch- und Lederindustrie verwendet wird. Das Material wird ohne den Einsatz von Giftstoffen hergestellt und kostet die Hälfte. Besser noch, es ist organisch und biologisch abbaubar, was es für die Mode- und Automobilindustrie attraktiv macht.

LivingPackets (Frankreich):

Video: LivingPackets

Das Startup mit Sitz in Frankreich hat eine nachhaltige Verpackungslösung für Online-Lieferungen entwickelt. "The Box" ist eine Alternative zu herkömmlichen Kartons und kann ca. 1.000 Mal wiederverwendet werden. Dank einer integrierten Kamera und Waage kann The Box die Versandkosten automatisch berechnen und verfügt über eine App, die die Verfolgung ermöglicht und die Möglichkeit bietet, eine Abholzeit zu planen.

RMF Tech (Deutschland):

Das deutsche Startup hat eine Recycling-Technologie entwickelt, um das kritische Material Indium aus Rückständen zu gewinnen. Indium wird in der Technologie- und Energiewirtschaft für die Herstellung von Displays, LEDs und Photovoltaikzellen benötigt. Mit der patentierten Technologie von RMF Tech kann Indium aus primären Quellen (Schlacke und Erz) und sekundären Quellen (Elektronikschrott) gewonnen werden, um die steigende globale Nachfrage zu decken.

VEnvirotech (Spanien):

Das spanische Biotechnologie-Startup VEnvirotech produziert Polyhydroxyalkanoat (PHA) Biokunststoffe unter Verwendung von Bakterien. Die Bakterien werden mit organischen Abfällen aus landwirtschaftlichen Betrieben gefüttert, so dass ihr Biokunststoff zu 100% biobasiert ist. Der gesamte Prozess findet in einem Container statt, der bei den Kunden aufgestellt werden kann. Der Biokunststoff kann dann für Verpackungen, Biomedizin, Klebstoffe oder den 3D-Druck verwendet werden.

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Wie viel verdient man eigentlich im sozialen und nachhaltigen Sektor?
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