ursprünglich erschienen: 24.11.2016

Was ist Resilienz? 
Resilienz wird auch übersetzt mit Widerstandskraft, Flexibilität oder Spannkraft. 

Ich selbst erkläre Resilienz gerne mit Bildern, wie zum Beispiel:
Resilienz - oder - Die Kunst die Wellen des Lebens zu reiten. 

Bei der Steigerung deiner Resilienz geht es darum, deine Fähigkeiten, Ressourcen und Eigenschaften so zu nutzen, neu kennenzulernen oder neu zu kombinieren, dass du einfacher und spielerischer mit Belastungen umgehen kannst. 

Denn gerade als Change Maker bist du häufig damit konfrontiert an Grenzen zu stoßen, weil du mit dem, was du tust, um Veränderung zu bewirken, gleichzeitig damit auch Grenzen veränderst oder sprengst. Und die Umwelt reagiert nicht immer positiv darauf. Das kann sehr fordern, manchmal auch überfordern.

Oder dein eigener Ehrgeiz ist so groß, dass du zu viele Projekte auf einmal jonglierst. Oder das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen führt zu Erschöpfung und Resignation. Zudem fällt es dir vermutlich wie vielen, die emotional sehr eng mit ihrer Arbeit verbunden sind, schwer nach der Arbeit abzuschalten und mal „Fünfe gerade sein zu lassen“. 

In solchen (heraus-)fordernden Lebensumständen geht es meiner Erfahrung nach darum, dass du dich und deine Muster kennen lernst und gut für dich sorgst, um deine Balance möglichst gut halten zu können und in der eigenen Kraft zu sein. 

Resilienz ist trainierbar!

Ich vergleiche Resilienz gerne mit einem Werkzeugkoffer. Stelle dir eine große, bunte Kiste vor, in der Übungen aus der positiven Psychologie, der Stress-Forschung, dem NLP (Neuro-Linguistischem-Programmieren), Glaubenssatzarbeit, Aufstellungsarbeit, Arbeit mit Grenzen und Persönlichkeitstypologien kombiniert werden. Nicht alles hilft jedem und so geht es darum, den eigenen Resilienz-Werkzeugkoffer mit für dich passenden Tools zu füllen. 

Warum passt nicht alles für alle? Dazu ein paar einfache Beispiele: 

Vielleicht gehörst du zu der Sorte Mensch, die sich selbst überfordert – du setzt dir eher zu hohe Benchmarks, jonglierst ein paar Projekte zu viel und brauchst viel Abwechslung? Oder leidest du eher an Antriebslosigkeit, kannst dich nicht motivieren oder nicht richtig strukturieren?

Wie du tickst und funktionierst hängt von vielen Faktoren ab, u.a. von deinem Persönlichkeitstypus, deinen Prägungen und natürlich auch von physischen Gegebenheiten. Es geht darum, dass du die genau für dich passende Mischung von Antrieb und Ruhe findest. 

Be the change you want to see in the world

Das Resilienztraining fängt immer bei dir selbst an. Es geht darum, dass du deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und deine Struktur kennenlernst und dann die für dich zentralen Schritte ableitest, die möglichst einfach in deinen Alltag integriert werden können. Resilienz beginnt, wenn du lernst, klare Grenzen zu setzen, dich ausrichtest, dich auf deine Stärken besinnst, wenn du deinen ganz eigenen Lebensweg gehst. Natürlich ist es immer wieder eine Herausforderung, erfolgreich Beruf, Berufung und Privatleben in Einklang zu bringen - ich möchte dich dazu spielerisch einladen. 

Ich verfolge dabei einen präventiven und salutogenetischen Ansatz - d.h. ganz einfach, bleib dran und zwar mit Freude an der Veränderung, anstatt erst anzufangen, wenn es wirklich wehtut oder du schon in der vollkommenen Erschöpfung gelandet bist.

Letztendlich ist im Leben die einzige Konstante die stetige Veränderung, auch wenn wir das nicht immer wahrhaben wollen. Ich möchte dich dazu einladen, mit Leichtigkeit deine eigenen Glaubenssätze, Bewertungsmechanismen und deine Alltagsstruktur immer wieder mal anzuschauen und immer wieder neu zu lernen damit umzugehen.

Nicht erst löschen, wenn’s brennt

Aus der Beschäftigung mit den verschiedenen wissenschaftlichen Themengebieten und der Arbeit mit meinen Klienten in Teams und im Einzelcoaching habe ich das Resilienz-Kleeblatt entwickelt. 

Es bildet die meiner Meinung nach zentralen Aspekte für ein gesundes, glückliches und ausgewogenes Leben ab: Vision&Werte, (Selbst-)Führung, Erfolg&Scheitern sowie Ausdruck&Begegnung. 

Ich möchte dich einladen...

  • deine Vision klar und deutlich in dir zu entdecken. Dann kannst du vertrauen und bist in der Lage, diesen Kompass in dir immer wieder hervorzuholen. So kannst du dir den Weg selbst leuchten und auch in stürmischen Lebenszeiten deine Werte wirklich leben. 
  • (Selbst-)Führung für dich alleine und auch in Gruppenkontexten als eine zentrale Qualität zu entwickeln, zu verfeinern und je nach Kontext anzupassen. Je besser du dich selbst kennst, desto besser kannst du dich selbst und andere führen.
  • Scheitern als unvermeidliche Lebensbestandteil zu erkennen. Denn Scheitern tun wir alle, auch wenn wir zumeist eher den Erfolg teilen und auf diversen Social-Media-Kanälen kundtun und die Schmerzen vertuschen. Dennoch sind gerade tiefe Lernerfahrungen oft die Früchte der Meisterung schwieriger Lebensumstände. 
  • Begegnung zu entdecken als kreativen Austausch zwischen Menschen. Begegnung findet immer zwischen Menschen statt. Deswegen ist es so wichtig deinen eigenen Ausdruck (und auch die damit verbundene Schmerzen und Ängste) in der Begegnung mit den Mitmenschen kennenzulernen.  

Mit Entdeckungs- und Abenteuerlust und Freude, den eigenen Mustern auf die Schliche zu kommen, ist für mich der Kern von Resilienzsteigerung. Du selbst bist die Lösung für deine Probleme. Mache dich auf den Weg, die größte und strahlendste Version deiner Selbst zu entdecken und zu leben und – die unvermeidlichen Aufs und Abs – die Wellen des Alltags einfacher und müheloser zu reiten. 

Über die Autorin

Bele begleitet Menschen in Veränderungsprozessen durch Resilienz-Coaching und -Training. 

Sie hat Medizin, Erziehungswissenschaften und Gesundheitsökonomie studiert und ist sowohl beruflich als auch privat früh in ihrem Leben an Grenzen gestoßen, die ihre Resilienz herausgefordert haben. (Selbst-)Führung war und ist dabei ein zentrales Thema. Daraus erwachte der Wunsch auch Anderen Widerstandsfähigkeit und Flexibilität im Alltag zugänglich zu machen.

Mehr Informationen zu ihrer Arbeit findest du auf www.bele-irle.de.

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