Header: Holly Mandarich via Unsplash.

Fühlst du dich derzeit verloren und steckst in deiner Laufbahn fest? Fühlst du dich bereit, den nächsten Schritt zu machen? Hast du vielleicht vor kurzem deinen Job verloren oder willst du einfach eine berufliche Veränderung? Möchtest Du ein Netzwerk aufbauen, deine Herausforderungen besser einschätzen können und Werkzeuge finden, um diese zu überwinden? The Purpose Fellowship – ein 8-wöchiges Peer-to-Peer-Coaching-Programm (remote und in englischer Sprache), das von tbd* und The Arc entwickelt wurde – könnte genau das Richtige für Dich sein!

Im Jahr 2020 unterstützte The Purpose Fellowship fast 200 sinnsuchende Professionals dabei, eine Karriere aufzubauen, die sie lieben. Eine von ihnen war Anastasia Sauer, genannt Nastja. Sie studiert an der TU Berlin den Master Innovation Management, Entrepreneurship & Sustainability, in welchem sie gerade ein Semester Pause eingelegt hat. Ab April fängt sie ein Praktikum bei einer NGO an, die Nachhaltigkeitskompetenzen bei Führungskräften aufbaut – ein persönliches Ziel, bei dem ihr laut eigener Aussage das Fellowship geholfen hat. In ihrer Freizeit ist sie Trainerin, hat durch die Pandemie das Gärtnern für sich wiederentdeckt und ihre neueste Leidenschaft ist Lebensmittel retten in Potsdam.


Anastasia Sauer © Privat

tbd*: Hallo liebe Nastja, kannst Du Deine ganz persönliche Erfahrung von 2020 zusammenfassen?

Uff, schwierig. 2020 war für mich insgesamt ein großes, emotionales Chaos: Abschluss meines Auslandspflichtsemesters, persönliche Niederlagen (erstes Mal Durchfallen), ein Umzug, gesundheitliche Probleme, tausend Arztbesuche, Familienzusammenführung, Sorgen um meine Oma mit Corona 5000 km entfernt, aber auch der Einzug meiner Katze und die erste Pause in meinem Leben.

tbd*: Was bedeutet Purpose für Dich?

Ich finde Purpose ist etwas sehr Individuelles und kann für jeden Menschen etwas anderes bedeuten. Purpose oder Sinn ist für mich eine tiefe und intrinsische Motivation, die uns Menschen antreibt, etwas Gutes für uns, andere oder die Umwelt zu tun. Ich mochte schon immer die Auffassung von Viktor Frankl. Für ihn ist der Mensch ein entscheidungs- und willensfreies Wesen (innerhalb seiner äußeren und inneren Rahmenbedingungen) – mit dem existenziellen Streben nach Sinn im Leben als primäre Motivationskraft.

Eine Tätigkeit mit Purpose ist für mich, wenn wir uns für Dinge engagieren, für die wir brennen – etwas, wobei ein „sinnvolles Gefühl“ entsteht. Das Purpose Fellowship hat mich darin bestärkt, dass mein persönlicher Purpose eng mit den Themen Bildung und Nachhaltigkeit zusammenhängt.

tbd*: Was hat Dich dazu bewegt, beim Purpose Fellowship mitzumachen?

Ich habe mich dafür entschlossen, weil ich das Gefühl hatte verloren zu sein und nicht wusste wie es für mich weitergehen soll. Im Herbst 2020 standen viele Fragen im Raum: Wie schaffe ich es meine Studienpause bestmöglich zu nutzen? Was ist für mich und meine Gesundheit im Moment wichtig? Wie werde ich mich finanzieren? Soll ich ein Praktikum machen? Soll ich doch meine Masterarbeit schreiben? Es war mir wichtig, zu lernen wie ich weitermachen kann, ohne mich zu überarbeiten. Den nötigen Stupser haben mir Freund*innen gegeben, mit denen ich darüber gesprochen habe – danke dafür an dieser Stelle!

Interessiert am Purpose Fellowship? Klick hier.

Deadline für Bewerbungen: 10. Februar

Startdatum: 12. Februar

tbd*: Was waren die wichtigsten AHA-Momente/Learnings im Laufe des Fellowships?

Mein wichtigstes Learning ist die Babysteps-Strategie – ein Schritt nach dem anderen und jeder Schritt zählt. Große Aufgabenberge können so herausfordernd sein, dass wir uns nicht trauen diese überhaupt anzufassen oder dass es viel Überwindung erfordert – egal in welchem Lebensbereich. Das konstante Festlegen von kleinen Aufgaben (bzw. Geschenken an uns selbst) z.B. mit der Mastermind-Gruppe helfen dabei in die gewünschte Richtung loszugehen. Nach dem Ende des Fellowships treffe ich mich immer noch digital mit meiner Coaching-Kleingruppe und wir unterstützen uns gegenseitig bei unserem weiteren Weg.

Außerdem war es die Erkenntnis, wie ich mir selbst im Weg stehe. Ich bin mir z.B. viel besser meines Perfektionismus bewusst und was dieser so mit mir macht. Veränderung passiert nicht über Nacht, bringt Widerstand und Schmerz mit sich und passiert außerhalb der Komfortzone. Aus diesem Grund ist mein Mantra für die kommende Zeit: ins Handeln kommen und dabei Liebe und Akzeptanz mir gegenüber zu praktizieren – damit ich nicht wieder in eine Situation komme wie in 2020.

tbd*: Was hat Dich überrascht?

Ich finde es immer wieder überraschend wie viel Anstrengung und Überwindung Kleinigkeiten erfordern, wie z.B. jemanden auf LinkedIn anzuschreiben oder einen Anruf zu tätigen. Es lohnt sich wirklich die Komfortzone zu verlassen: that’s where magic happens. Allein kann das unheimlich sein, aber wenn die richtigen Menschen hinter dir stehen, um dich aufzufangen, kann nichts passieren – besonders bei Babysteps.

tbd*: Was möchtest Du den Menschen mitgeben, die sich auch überlegen am Purpose Fellowship teilzunehmen?

Zuerst: Danke, dass du da bist und Bock hast, die Welt von morgen zu gestalten.

Du bist nicht allein. Da sind viele Menschen weltweit, denen es genauso geht wie dir – Menschen, die vom Lockdown geplagt sind, Menschen, die nicht wissen wie ihr Leben zukünftig aussehen soll und Menschen, die nicht wissen wie sie am besten ihre Ziele erreichen können.

Für mich war das Fellowship und insbesondere meine Mastermind-Gruppe mit meinen zwei wundervollen Gefährtinnen der perfekten Rahmen, um mich mit meinem Wellbeing und meiner Purpose-Journey zu beschäftigen. Wenn du das Gefühl hast, dass dir Struktur, Input und Unterstützung von Gleichgesinnten helfen könnten, um deine Herausforderungen anzupacken, bist du genau richtig beim Purpose Fellowship. Nur nicht vergessen: du bist trotzdem für dich, deine Zeit und deine Learnings verantwortlich.

tbd*: Was wünscht Du Dir für weitere Programme?

Für weitere Programme wünsche ich mir, dass diese auch mit so viel Herzblut aufgebaut werden und weiterhin der (digitale) Austausch und die gegenseitige Unterstützung im Fokus stehen. Besonders in der Purpose-Bubble ist es meiner Meinung nach wichtig das Bewusstsein zu haben, dass wir die Herausforderungen, vor denen die Menschheit aktuell steht, nicht allein angehen können und unsere Kräfte bündeln müssen, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen und nicht unseren Lebensraum zu zerstören. Ein Hoch auf Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung!

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