Ursprünglich erschienen 22.01.2016

Inhaltsgetriebene Kommunikation ist inzwischen der Kern jeder Marketingmaßnahme. Um dauerhaft Aufmerksamkeit zu erreichen, müssen Geschichten erzählt und attraktive Inhalte mit Mehrwert geboten werden. Dies lässt sich besonders gut bei Social Businesses verwirklichen, da hinter ihnen meist interessante Geschichten und Konzepte stehen, die sich gut als Content verwenden lassen. Die Möglichkeiten von Storytelling als Tool für Social Businesses hat Maroussia Klep bereits dargelegt. Damit diese ihr volles Potenzial entfalten, geben wir drei wichtige Tipps für erfolgreiches Content Marketing.

Videos als Emotionserzeuger

Die WWF-Kampagne „Krieg im Elefantenwald“ hat gezeigt, dass sich auch mit sehr kleinem Budget innovative, wirkungsvolle Videos realisieren lassen. Über die Aussteuerung dieser auf den Social-Media-Plattformen und im eigenen YouTube-Kanal, lässt sich das große virale Potential von Bewegtbildern zielgenau nutzen. Eine Studie der Wharton Business School (University of Pennsylvania) hat herausgefunden, dass erfolgreiche virale Videos emotionalen Unterhaltungswert mit informativem Mehrwert vereinen. Folgende Key-facts sind für die Erstellung erfolgreicher Videos wichtig:

  • Positive Inhalte werden stärker verbreitet als negative.
  • Lustige Inhalte, Überraschungen und praktische Informationen erhöhen die Share-Rate in der Zielgruppe.
  • Unter den negativen Emotionen funktionieren Angst und Wut am besten.
  • Ernüchterung und Betroffenheit funktionieren als emotionale Unterhaltungswerte kaum.

Laut Wharton Business School gibt es unter erfolgreichen Videos zwei zentrale Motive: Humor und Inspiration. Lustige Videos sprechen direkt die positiven Emotionen der Zuschauer an. Inspirierende Videos nehmen ernste Sachverhalte zur Grundlage für spannendes Storytelling, das positiv aufgelöst wird. Wichtig bei diesen ist, dass sie einen Spannungsbogen samt Wendepunkt enthalten, damit die User inhaltlich angesprochen werden können.

Der Blog als zentrales Content-Hub

Blogs sind eine budgetfreundliche, gut in den eigenen Markenauftritt integrierbare Content-Plattformen. Einzelne Beiträge lassen sich auf Social-Media-Plattformen gut als Linkbait nutzen und guter Content kann den Blog und damit das Social Business als Opinion-Leader auf seinem Gebiet positionieren. Auch hier gibt es ein paar Grundlagen, die für den Erfolg eines Blogs grundlegend sind:

  • Leserspezifische Ansprache: Die Zielgruppe für den Blog muss klar definiert sein. Wer sind meine Leser? Welche Erwartungen haben sie? Und wie spreche ich sie am besten an? Sinnvoll hierfür ist es, vorher verschiedene Leser-Personas zu entwickeln. Diese vereinen die Charakteristiken des typischen Vertreters der Zielgruppe und helfen diese bei der Content-Erstellung nicht aus dem Blick zu verlieren.
  • Feste Erscheinungsrhythmen: Blogs müssen verlässlich sein um im Gedächtnis der User zu bleiben. Neue Artikel sollten daher in einem festen, vordefinierten Rhythmus veröffentlicht werden. Hierzu ist die Erstellung eines Redaktionsplans sinnvoll. Dieser hilft den Überblick zu behalten und Messgrößen wie Budget und Recherche zu verwalten.
  • Interaktion der Leser analysieren: Das Feedback der Leser ist ein wichtiger Gradmesser für die Qualität und den Erfolg eines Blog-Beitrags. Wie reagieren die Leser inhaltlich auf die Beiträge? Wieviel Views, Shares und Likes haben diese? Wie hoch sind Verweildauer und Absprungrate? An den Ergebnissen dieser Kriterien lässt sich ablesen, welche Themen funktionieren und welche nicht, was wiederum für die Planung künftiger Beiträge essentiell ist.

Keywords als Rankingfaktor

Damit der entwickelte Content ein möglichst hohes Ranking erreicht, sollte er gut funktionierende Keywords enthalten. Welche Keywords sind besonders beliebt? Lassen sich diese in meinen Content einbauen? Um Antworten hierauf zu bekommen, bietet sich eine vorherige Keyword-Analyse an, die sich mithilfe von Keywordtool.io oder Google AdWords durchführen lässt. Um Keywords effektiv zu nutzen sollte man folgendes beachten:

  • Keywords sollten möglichst am Anfang eines Textes erscheinen, damit deren inhaltliche Relevanz betont wird.
  • Auch in den Zwischenüberschriften sollten regelmäßig Keywords verwendet werden.
  • Bei vielgenutzten Keywords ranken lange Texte (mehr als 1,500 Wörter) deutlich höher als kurze.
  • Ein semantischer Keyword-Rahmen sorgt dafür, dass themenverwandte Begriffe im Text auftauchen und damit dessen Ranking steigern.

Diese Tipps sollen in erster Linie als kleiner Leitfaden bei der Entwicklung einer Content-Marketing-Strategie dienen. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass die Maßnahmen zuverlässig überwacht werden, damit der Erfolg dauerhaft ist. In der Regel ist der Erfolg von Content Marketing-Maßnahmen nicht sofort zu spüren, die Strategien machen sich aber über einen langfristigen Zeitraum bemerkbar und sorgen für eine dauerhafte Steigerung des Traffics.

Fionn Kientzler ist Managing Partner bei Suxeedo, einer auf Seeding und Content­Entwicklung spezialisierten Agentur.

Suxeedo hat bisher über 300 Seeding­Kampagnen für Deutschlands größte Internet Plattformen, darunter auch DAX und Fortune 500 Unternehmen umgesetzt. Dabei wird im Seeding eine Kombination aus PR, Journalismus, Off­Page­SEO und Social Media realisiert. Vom Unterwasserfotografen bis zum Professor für Psychologie: Inhaltliche Expertise wird aus einem Pool von über 700 Fachautoren geschöpft. Gesteuert werden die komplexen Seeding­Projekte über eine eigens entwickelte Software.

Zudem ist der Dozent für Content Marketing an der Ludwig Maximilians Universität München und seit Jahren Speaker zum Thema Seeding und Content Marketing auf Konferenzen wie dem Content World Forum, der MeetMagento oder der Campixx Week.

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