Kennst du das Gefühl, dass du ein hohes Potential hast? Arbeitest du viel, um dein Potential zu leben? Sagen dir vielleicht deine Kollegen und Freunde, dass du nicht dein ganzes Potential lebst? Hast du vielleicht schon von Kindheit an geträumt, mal etwas wirklich Großes, vielleicht sogar Weltbewegendes zu machen? Was ist dein Potential, von dem du träumst und das du leben willst?

Sei mal ehrlich zu dir selbst: 

  • Wie viel an deinem Leben ist selbstbestimmt? Wie bewusst bist du dir darüber, was du tust?
  • Wie gut vereinst du Familie und Beruf? Schaffst du es, deine Freunde zu sehen und dich gut zu versorgen?
  • Nimmst du dir Zeit für dich selbst, für Sport, Kreativität und deine Hobbies?
  • Kannst du am Ende der Woche noch sagen, was du während der Woche gemacht hast?
  • Oder weißt du das schon manchmal am nächsten Tag nicht mehr?

Dann ist es an der Zeit, ein wenig Tempo raus zu nehmen. Ein hohes Potential hat nichts damit zu tun, wie viel du arbeitest, sondern eher, wie viel du in welcher Zeit schaffst und wie viel Energie du dafür brauchst. 

Von welchem Potential reden wir eigentlich?

Vielleicht ist es an der Zeit sich dieses große Potential einmal von verschiedenen Seiten anzuschauen. Denn eigentlich sind es mehrere Potentiale, die wir getrennt voneinander reflektieren sollten.

Wir haben auf jeder unserer vier Seins-Ebenen ein Potential, das wir entfalten können: ein körperliches Potential, ein emotionales Potential, das Potential auf kognitiver Ebene und das Potential unserer Seele.

Neben den Potentialen auf diesen vier Ebenen, gibt es dann noch die unterschiedlichen Lebensbereiche, in denen wir Potential finden und leben können: beruflich und privat, in der Gestaltung unserer Beziehungen - zu unserem Partner, zu unseren Freunden, zu unseren Kindern, unseren Eltern … das Potential unsere Interessen und Hobbies zu leben, kreativ zu sein…

Und dann ist da auch noch das Potential glücklich zu sein, ein ausgewogenes Leben zu führen und im Beruf deine Berufung zu finden.

In unserem Leben wird es immer wieder eine Kluft zwischen den verschiedenen Potentialen geben, so zumindest meine These.

 

Im Sinne von Resilienz ist es also immer wieder gut, sich bei so viel Potential und Möglichkeiten auf die jetzige Situation und die größeren Ziele auszurichten und abzugleichen, welches Potential möglicherweise gerade zu kurz kommt. Die Spannung, die zwischen unserem Potential und dem Hier und Jetzt entsteht, können wir durch unsere Zielsetzung und die nächsten Schritte selbst gestalten.

  1. Was sind Bereiche, denen du zu wenig oder keine Aufmerksamkeit schenkst?
  2. Was brauchst du, um dein volles Potential mühelos und mit Leichtigkeit in die Welt bringen zu können?
  3. Bist du gut aufgestellt, um dein Potential zu schenken?
  4. Wie sieht dein Leben gerade aus und was braucht gerade mehr Aufmerksamkeit von dir?
  5. Gibt es Bereiche, in denen du deinen Ehrgeiz gerade zurück schrauben solltest, um mit deinem Energiehaushalt nicht ins Ungleichgewicht zu geraten?

Übermenschen gibt es nicht 

Es erscheint mir sehr ehrgeizig, in allen Lebensbereichen unser volles Potential gleichzeitig entwickeln zu wollen. Es erscheint mir aber auch zu kurz gefasst, sich nur auf ein einziges Potential zu stürzen ohne darüber nachzudenken, was für Potentiale in uns schlummern und sich zu fragen, was wir für ein ausgewogenes Leben brauchen. Und all zu oft versuchen wir unreflektiert Potentiale zu leben, die eigentlich nicht uns selbst und unserem Wesen entsprechen. Oft versuchen wir gesellschaftlichen und medialen Bildern zu entsprechen, die aber eigentlich viel Druck erzeugen, weil sie nicht passen.

Wir werden konfrontiert mit Selbstdarstellungen auf allen möglichen Social Media Kanälen, die (zumeist) nur die Sonnenseiten des Lebens zeigen. Hier der vorteilhafte Selfie, ein zauberhaftes Dinner, dort das Bild glücklicher Eltern und natürlich der perfekte Urlaub. 

Sei mal ehrlich zu dir selbst. Glaubst du wirklich, dass du diesem übermenschlichen Anspruch standhalten kannst? Kann es nicht sein, dass diese medialen Bilder eher überfordern?

Was ist mit den unglücklichen Seiten, den traurigen, den zornigen, den verzweifelten?

Es ist durchaus möglich im Leben zu brillieren. Wir brauchen aber auch Räume und Zeiten, wo wir ganz normal sein dürfen, wo wir uns selbst zugestehen, dass wir nichts leisten müssen.

Der Wille alleine genügt nicht

Wir haben nur ein bestimmtes Maß an Energie zur Verfügung. Dieses Energiepotential erschöpft sich mit der Zeit, wenn wir nicht dafür sorgen, dass wir wieder Energie aufladen können. Dieses Energiepotential korreliert auch mit unseren vier Seins-Ebenen - Körper, Emotion, Verstand und Seele. Vernachlässigen wir bestimmte Ebenen wird das irgendwann Auswirkungen haben auf unseren gesamten Energiehaushalt.

Wenn du also immer beruflich Vollgas gibst, darfst du dich nicht wundern, wenn es an anderen Stellen in deinem Leben vielleicht nicht so gut funktioniert. Dein Energiepotential ist dann einfach erschöpft und braucht genauso wie deine Muskeln beim Trainieren einfach Zeit zum Regenerieren.

Lerne dich selbst zu führen

Selbstführung ist eine Kunst, die gelernt sein will. Die meisten Verhaltensweisen und Muster, die wir leben, sind uns zumeist gar nicht bewusst und funktionieren automatisch. Unsere Prägungen haben einen großen Einfluss auf das, was und wie wir es tun. Das ist die große Herausforderung: Den Mustern und Prägungen auf die Spur zu kommen, sie bewusst werden zu lassen und dann entscheiden zu können, ob sie hilfreich sind oder nicht. Wenn sie nicht hilfreich sind, brauchen wir Alternativen, die wir üben und immer wieder bewusst gegen die alten eintauschen müssen. Das braucht Geduld und Zeit. Hilfreich ist dabei, sich Unterstützung zu holen und Methoden zu lernen, um diese Muster erkennen und unterbrechen zu können. 

Zum Thema (Selbst-)Führung biete ich Coaching und Workshops an.

Es geht darum, deine inneren Antreiber zu entdecken und Glaubenssätze neu zu formulieren. Wenn die eigenen Rollen im Leben aktiv gestaltet werden können, eröffnen sich Spielräume, die das Leben bereichern und uns in unsere Kraft bringen. Wir beschäftigen uns auch damit, wie du deine eigenen Grenzen besser wahrnehmen kannst, was es bedeutet “nein” zu sagen und sich Pausen zu gönnen.

Mehr zum Workshop:

www.bele-irle.de/produkt/resilienz-workshop-berlin-selbst-fuehrung/

EarlyBird bis zum 7.7.2017

 

Über mich

Meine Vision ist, dass wir Menschen Leben und Arbeit so gestalten, dass sie Freude macht und wir heute und in Zukunft glücklich, gesund und leistungsfähig sind. Leben und Arbeit sollten zusammen Sinn stiften und mit den jeweiligen persönlichen Zielen im Einklang stehen. Die Resilienzförderung und der ressourcenschonende und nachhaltige Umgang mit uns selbst und Mutter Erde sind Grundlage für ein friedvolles Miteinander der Völker.

Ich begleite Menschen in Veränderungsprozessen durch Resilienz-Coaching und -Training.

Mehr zu mir, als Visionärin und meiner Arbeit und Leidenschaft als Resilienz-Trainierin und Coach erfahrt ihr auf www.bele-irle.de