BreakOut ist ein Reisewettbewerb bei dem einmal im Jahr Teams aus München, Berlin und auch seit letztem Jahr aus Barcelona 36 Stunden Zeit haben, um so weit weg wie möglich zu reisen, ohne dabei Geld für die Fortbewegung auszugeben. Pro gereistem Kilometer sammelt jedes Team Spenden von seinen Teamsponsoren. Nico erzahlt uns im Interview, was BreakOut bezwecken möchte und was mit den Spendengeldern passiert.

Was ist BreakOut und woher kam die Idee?

BreakOut ist ein Spendenmarathon für den guten Zweck, der dieses Jahr am 8. und 9. Juni von Berlin, München und Barcelona aus stattfindet.

Zweierteams melden sich bei BreakOut an und reisen in 36 Stunden so weit wie möglich, ohne dabei Geld für Transport auszugeben. Für jeden Kilometer, den die Teams zurücklegen, oder für Challenges, die sie während der Reise erfüllen, sammeln sie Geld von Sponsoren, die sie sich vorher gesucht haben - das kann die beste Freundin, der Onkel, der Arbeitgeber oder jede Person sein, die das Team bei ihrer BreakOut-Reise unterstützen möchte.

Die Idee für den Wettbewerb kam von den beiden Münchner Gründern Moritz und Robert, die ein ähnliches Projekt in England kennengelernt und die Idee vor fünf Jahren zum ersten Mal in München ins Leben gerufen haben.

Was ist BreakOuts Mission und was möchtet ihr erreichen?

BreakOut bedeutet, mit Spaß Spenden zu sammeln. Durch das Abenteuer, das BreakOut für alle Teilnehmer*innen und Unterstützer*innen ist, wollen wir unausgeschöpftes Spendenpotenzial aktivieren. Viele Menschen würden gerne etwas für den guten Zweck geben, tun es aber nicht, weil die Erfahrung oft uninspirierend und langweilig wirkt; ein Reiseabenteuer zu erleben oder reisenden Teams coole Challenges zu stellen macht das Spenden zur spannenden Erfahrung. Das ist unsere Mission.

Unser Ziel dabei ist es, mit dem gesammelten Geld unsere Partnerorganisationen, die wir jedes Jahr gewissenhaft auswählen, möglichst effektiv zu unterstützen. 

Damit uns das in Zukunft noch besser gelingt, soll BreakOut in den kommenden Jahren in noch mehr Städten stattfinden.

Was waren eure sozialen Wirkungen bis heute?

Mit Spendensummen, die in den letzten Jahren bei bis zu 100.000€ lagen, konnten wir mit unseren Spendenpartnern eine Vielzahl sozialer Projekte verwirklichen: Im letzten Jahr unterstützten wir den Jambo Bukoba e.V. dabei, acht Wassertanks an Schulen in Tanzania zu bauen. Die sanitären Anlagen sind insbesondere für Schülerinnen wichtig, die ohne Möglichkeit zur Hygiene der Schule oft fernbleiben mussten und so jeden Monat lange Fehlzeiten hatten.

Vorher haben wir Projekte der Flüchtlingshilfe in Südafrika unterstützt. 

Neben der konkreten Projektrealisierung helfen wir unseren Partnerorganisationen durch unseren Wettbewerb, der jährlich mehrere tausend Leute berührt, auch bei ihrer Bekanntheit und Reichweite.

BreakOut leistet zudem seinen Teil zur Völkerverständigung: Ohne Geld durch ganze Europa zu reisen bedeutet für unsere Teams eine Reise durch verschiedene Kulturen, auf die sie sich einlassen, wenn sie eine Autofahrerin beim Trampen oder den Zugschaffner zu einem kostenlosen Platz im Zug überreden.

In diesem Jahr spendet ihr das gesamte Geld an EinDollarBrille e.V. Kannst du uns ein bisschen mehr über die Arbeit dieser Organisation erzählen und warum ihr diese Organisation gewählt habt?

Das Ziel von EinDollarBrille ist es, über 150 Millionen Menschen weltweit mit einer Brille zu versorgen, weil diese Menschen ohne Sehhilfe keinen Zugang zu Bildung oder Arbeit hätten und ihre Familien nicht unterstützen könnten.

Der Verein bildet dazu mithilfe einer eigens entwickelten Brillen-Biegemaschine in Entwicklungsländern Menschen in der Produktion und im Betrieb der günstigen Brillen aus und schafft so Arbeitsplätze und Augenlicht.

Ein sechsköpfiges Team kann so im Jahr bis zu 50.000 Brillen herstellen.

Wir bei BreakOut sind von der Nachhaltigkeit von EinDollarBrille überzeugt: Der Verein bietet wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe und hat alles andere als einen kurzfristigen Effekt auf die Menschen in den Entwicklungsländern. Außerdem sind die Brillen mit ihren charakteristischen Perlen einfach schick!

Wir haben die Chance, einer der größten Unterstützer des Vereins zu werden und das Gefühl, zusammen mit EinDollarBrille etwas Großes erreichen zu können.

Wie können sich Menschen engagieren? Muss man Student*in sein, um teilzunehmen?

Nein! Bei BreakOut kann sich jede Person engagieren, die Lust auf ein cooles Projekt hat. Das geht als Teilnehmer*in beim Event am 8. und 9. Juni, wenn man sich bis zum 16. Mai anmeldet, als Unterstützerin mit Sach- und Geldspenden an den Verein oder an die Teams während der Reise oder als Teil des Vereins - mitmachen@break-out.org ist dafür die richtige Adresse!

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