Ehrenamt im Lebenslauf - immer eine gute Idee?

Tipps wie Du und dein Ehrenamt im Lebenslauf am besten glänzt und was du lieber vermeiden solltest.

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Header: Joel Muniz via Unsplash

#OldiebutGoldie; Dieser Artikel wurde zuerst am 6. September 2018 veröffentlicht.

Zunächst einmal: Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist immer eine gute Sache. Sie zeigt, dass Du bereit bist, einen Teil deiner Freizeit für ein wichtiges Projekt zu opfern. Wobei opfern eigentlich auch falsch ausgedrückt ist, denn Du wirst sicherlich Spaß an Deinem Ehrenamt haben. Nicht gerade selten gibt es aber Menschen, die sich nur für ihren Lebenslauf ehrenamtlich engagieren. Da steht natürlich die Frage im Raum, ob sich dadurch die Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen!?

In erster Linie machst du das Ehrenamt für Dich selbst

Das ist wirklich sehr wichtig. Denn wenn Dir die Tätigkeit nicht gefällt und Du keinen Spaß daran hast, warum solltest Du dich dann durchquälen? Du wirst keine Leistungen zeigen, bist nicht mit Deinem Herzblut dabei und irgendwann hängst Du es frustriert an den Nagel. Also vergiss am Anfang die Sache mit dem Lebenslauf. Denn Du solltest ein Ehrenamt nur übernehmen, wenn Du voll und ganz dahinter stehst. Du hast Spaß an der Politik, willst etwas bewirken und trittst deswegen dem Fachschaftsrat Deines Studienganges bei? Dann tu das! Du hast ein Herz für Tiere und willst die Welt verändern? Tierschutzorganisationen freuen sich immer über tatkräftige Unterstützung.

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Wann solltest Du Ehrenämter im Lebenslauf vermeiden?

In der Regel wird ehrenamtliches Engagement von potenziellen Arbeitgebern wohlwollend aufgenommen. Denn sie zeigen, dass Du für die Sachen eintrittst, die Dir wichtig sind. Außerdem verbesserst Du deine Kompetenzen (sogenannte Soft Skills) und sammelst wichtige Erfahrungen, die Dir später im Beruf nützlich sein können. Allerdings gibt es immer zwei Seiten einer Medaille: Manchmal können Ehrenämter einen faden Beigeschmack vermitteln. Obwohl politische Einstellungen auf den Erfolg einer Bewerbung keinen Einfluss nehmen dürfen, gibt es Personaler, die zum Beispiel hochschulpolitische Aktivitäten ungern im Lebenslauf sehen. Doch alles das sollte Dich niemals daran hindern, Deinem Herzen zu folgen und Dich kulturell, politisch oder sozial zu engagieren. Dieser Ratgeber kann Dir dabei helfen, das für dich beste Ehrenamt zu finden. 

Wann ist es sinnvoll dein Ehrenamt zu erwähnen?

Vor allem dann, wenn deine Tätigkeit zur ausgeschriebenen Stelle passt. Dann kannst Du damit typische Bewerbungsfloskeln wie „teamfähig“ oder „flexibel“ direkt mit einem praktischen Beispiel untermauern. Das wirkt deutlich professioneller und Personaler können sich Dich viel besser vorstellen. Außerdem kannst Du dadurch Deine Eignung für die Stelle klarer herausarbeiten. Bewirbst Du Dich beispielsweise auf einen Job als Projektmanager, profitierst Du natürlich von Deiner Erfahrung bei einem Ehrenamt, wo Du vielleicht Teamleiter gewesen bist.

Nicht empfehlenswert ist es allerdings, das Ehrenamt auf Teufel komm raus in den Lebenslauf zu integrieren. Gerade dann, wenn Du vielleicht schon viele Posten stehen hast. Aber wenn sowohl platztechnisch als auch inhaltlich passt, dann erwähne es ruhig im Anschreiben sowie im Lebenslauf. Aber nicht bei den beruflichen Erfahrungen. Ein separater Absatz für dein soziales Engagement hebt es noch mehr hervor und trennt es gleichzeitig ab.