Islam- und Muslimfeindlichkeit, die sich zunehmend in gewalttätigen Übergriffen äußern, sind eine große Gefahr für unsere Gesellschaft und die Demokratie insgesamt. CLAIM vereint und vernetzt muslimische und nichtmuslimische Akteure der Zivilgesellschaft. Wir bilden eine starke und gesellschaftlich breite Allianz gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit, in dem wir effektive Strukturen für fachlichen Austausch und Kooperation in Deutschland und in Europa schaffen und Organisationen und Projekte unterstützen, notwendige Kompetenzen weiter auszubauen. Durch gemeinsame Kampagnen schaffen wir bundesweite Sichtbarkeit für islamfeindliche, antimuslimische und rassistische Tendenzen und deren Auswirkungen, durch Publikationen, Konferenzen und thematische Arbeitsgruppen setzen wir wissenschaftliche und praxisbezogene Impulse. CLAIM arbeitet an einer Verbesserung der Datenlage zu islamfeindlich motivierten Übergriffen und Diskriminierung in Deutschland, um die Position von Betroffenen und Akteuren der Zivilgesellschaft gegenüber politischen Entschei- dungsträgern zu stärken.

Zum 1.1.2020 wird die Initiative Teilseiend neuer Projektträger von CLAIM: Durch die Gründung einer Muslimischen Akademie zielt „Teilseiend“ darauf, Wege aus der Welt des Glaubens in die Zivilgesellschaft hinein zu öffnen. In der Verschränkung von Religiösem und Säkularem, von politischer und kultureller Bildung soll muslimi- sches Leben zu einem Faktor gelingenden gesellschaftlichen Miteinanders werden und zugleich Sichtbarkeit erfahren. Die Muslimische Akademie Heidelberg ist ein muslimisch-konfessioneller Träger politscher Bildung, der sich insbesondere der Aufgabe verschrieben hat, der muslimischen Zivilgesellschaft als Zielgruppe wie Akteur politischer Bildung verstärkt Geltung zu geben.

Die Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit CLAIM sucht zum 1. Februar 2020 (oder früher) eine/n

Projektmanager*in für das EU-Projekt "I-Report"
(35 Wochenstunden, angelehnt an TVÖD 13)

Das EU-Projekt "I-Report" hat das Ziel, zur Sichtbarmachung von islamfeindlichen Diskriminierungsvorfällen beizutragen und eine bundes- und europaweite Koordinierung der Datenerfassung voranzutreiben.

Ihre Aufgaben:

  • Selbständige Konzeption, Planung und Durchführung von europaweiten Projektmaßnahmen in Abstimmung mit der Projektleitung von CLAIM und weiteren eingebundenen Partner*innen,
  • Organisatorische und finanzielle Projektabwicklung, Budgetverantwortung und Mittelnachweis gegenüber Förder*innen,
  • Erstellen von Projektberichten und Veranstaltungsdokumentationen,
  • Erstellung und Redaktion von hochwertigen Publikationen,
  • strategische Entwicklung und Vernetzung des Projekts sowohl in der nationalen als auch internationalen Projektlandschaft,
  • Erarbeitung von Standards zur Erfassung von Islam- und Muslimfeindlichkeit und Adaption dieser in nationale Strukturen.

Ihr Profil:

  • Hochschulabschluss der Fachrichtungen Politik-, Sozial- oder Kulturwissenschaften, Islamwissenschaft, Pädagogik, Sozialpädagogik, soziale Arbeit, Geschichte oder vergleichbare Qualifikationen,
  • einschlägige Erfahrungen im Projektmanagement – idealerweise von EU-Projekten (Projektplanung und -abwicklung, Finanzmanagement und Budgetverwaltung, Berichtswesen),
  • umfangreiches Fachwissen zu den Themenbereichen Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit, Islam und Muslim*innen, Migration, gesellschaftliche Teilhabe, Diversity,
  • Kenntnisse muslimischer Lebenswelten und Organisationsstrukturen in Deutschland; europaweite Kenntnisse sind wünschenswert,
  • Fach- und Methodenkenntnisse z.B. in Antidiskriminierungsarbeit, Dokumentation von Diskriminierungsfällen, Beratungsarbeit, Mediation, Menschenrechtsbildung,
  • ausgezeichnete schriftliche und mündliche Deutsch- und Englischkenntnisse, Arabisch- und/oder Türkischkenntnisse von Vorteil,
  • hohe Motivation und Belastbarkeit, Fähigkeit zum vorausschauenden, eigenständigen und ergebnisorientierten Arbeiten,
  • hohe soziale Kompetenz, Sensibilität für die Bedarfe verschiedener Akteur*innen und diplomatisches Geschick, Teamfähigkeit und Offenheit,
  • Kenntnisse um und Vernetzung mit Akteuren der muslimischen Zivilgesellschaft,
  • sehr gute Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift,
  • eine strukturierte Arbeitsweise,
  • Freude an und Erfahrung mit eigenverantwortlichem Arbeiten,
  • eine schnelle Auffassungsgabe sowie einen initiativen Arbeitsstil,
  • sicheres öffentliches Auftreten und eine respektvolle, interkulturell sensible Haltung,
  • gute EDV-Kenntnisse; sicherer Umgang mit MS-Office,
  • Bereitschaft zu EU-weiten Dienstreisen.

Wir bieten:

  • Zusammenarbeit mit einem hochmotivierten Team in einem gesellschaftsrelevanten Themenfeld mit flachen Hierarchien, einer offenen Arbeitsatmosphäre und aufgeschlossenen Kolleg*innen,
  • aktive Einbindung und Gestaltungsmöglichkeiten in der strategischen Weiterentwicklung und Raum für persönliche Entwicklung,
  • Bedarfsorientierte Fortbildungen,
  • Möglichkeit für selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten,
  • flexible Arbeitszeiten und ein Home-Office-Angebot,
  • eine Vergütung angelehnt an TVÖD 13.

Die Einstellung erfolgt zunächst befristet für ein Jahr mit Verlängerungsoption. Arbeitsort ist Berlin.

Eine Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung der Fördermittel.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, relevanten Zeugnissen in einem Dokument) per Mail an Rima Hanano: rh@claim-allianz.de. (Teilseiend e.V., CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, Friedrichstrasse 206, 10969 Berlin)

Wir freuen uns!

Die Auswahlgespräche finden voraussichtlich im Januar 2020 (KW 4, KW 5) in Berlin statt. Mehr Informationen zu CLAIM finden Sie auch unter: www.claim-allianz.de

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