Die WeWork Initiative zeichnet einzigartige Ideen und Menschen aus, die neue Projekte entwickeln und echte Veränderung bewirken. Am 15. November bekommen Local Innovators die Möglichkeit ihre Idee vor Publikum und Jury zu pitchen und haben die Chance auf über $700,000 Preisgeld für die Weiterentwicklung ihres Projektes. Als Vorgeschmack stellen wir drei der NGO Finalist*innen jetzt schon vor: 

1. Zubaka, gegründet von Anna Meister

ZuBaKa steht für Zukunftsbaukasten, eine NGO aus Frankfurt, die den gesamten Ankunftsprozess von jungen Migrant*innen und Flüchtlingen über ein Schuljahr begleitet. Gemeinsam mit Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen setzen sie personalisierte Begleitprogramme um, um den Regelunterricht der Schüler*innen zu ergänzen. Neben der Sprachförderung geht es darum, die neue Umgebung kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und eigene Potenziale auszubilden. Dabei wird die Zielgruppe aktiv in die Planung, Umsetzung und Verbesserung der angebotenen Bildungsprojekte mit einbezogen. Zusätzlich arbeiten sogenannte ZuBaKa-Scouts (Student*innen, die Fächer im Bildungsbereich studieren, die von ZuBaKa ausgebildet werden) jede Woche in Schulen, um eine starke persönliche Beziehung aufzubauen und Neuankömmlinge für mindestens ein Jahr zu unterstützen.

Die Geschäftsidee wurde entwickelt, als man drei Jahre lang mit Teach First junge Newcomer in Frankfurt begleitet hat. Lehrer*innen und Student*innen haben an der Entwicklung des Zukunftsbaukastens mitgewirkt. 

Derzeit arbeitet Zubaka an sechs Schulen in Frankfurt. Die Nachfrage ist extrem hoch und viele Schulen warten darauf, mit den ZuBaKa-Projekten anzufangen. Mit dem Preisgeld der Creator Awards könnte das starke Netzwerk ausgebaut werden, um weitere Partner*innen zu gewinnen und die Anzahl der Schüler*innen, die erreicht werden, könnte erhöht und in weitere Städte übertragen werden. 

2. ShareTheMeal

Weltweit leiden mehr als 821 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung. Obwohl Hunger ein größeres Gesundheitsrisiko darstellt als Malaria, Tuberkulose und AIDS zusammen, gilt er auch als das größte lösbare Problem der Welt. ShareTheMeal ist die erste mobile App, die den Kampf gegen Hunger durch Crowdfunding unterstützt. Nutzer*innen können bereits an Projekte in Libanon, Palästina, Nigeria und Bangladesch spenden und transparent nachvollziehen, wohin das Geld jeder Spende fließt - es kostet weniger als 0,50 USD, um ein Kind für einen Tag zu ernähren. Die  Ziele für die Mittelbeschaffung richten sich nach den Bedürfnissen, Notfällen und Prioritäten des United Nations World Food Program. Vor kurzem wurden direkte Peer-to-Peer Spenden eingeführt. Mit dieser Funktion können Spendende genau sehen, welchen Begünstigten sie geholfen haben, und erhalten Spendenaktualisierungen zu den Nahrungsmitteln, die der Einzelne mit dem Geld kauft, das er durch ShareTheMeal erhalten hat. Zum Beispiel erhält ein Benutzer die Mitteilung, dass "Miriam in Nigeria für ihre 4-köpfige Familie Eier, Reis und Tomaten gekauft hat". ShareTheMeal hat mehr als 1.000.000 Nutzer,*innen die bereits USD 13 Millionen gesammelt haben, was mehr als 26 Millionen Mahlzeiten für Kinder in Not bedeutet.

3.  LittleSunFoundation

Das Little Sun Non-Profit-System bietet erschwingliche, saubere Energie für Menschen ohne Zugang zu Elektrizität und mobilisiert weltweit Klimaschutzmaßnahmen. Die solarbetriebenen Lampen und Ladegeräte werden derzeit an Flüchtlinge, Schulkinder und Familien in ganz Afrika verteilt. Nach Studien der Global Lighting Association & SolarAid ermöglicht der Zugang zu einer Solarlampe zusätzliche 1.000 Stunden Unterrichtszeit für Kinder, über 225 US-Dollar Mehreinnahmen für Familien und Einsparungen von mehr als 1 Tonne CO2-Emissionen.

Mit den Creator Awards soll konkret das "Solar Schools Program" in Ruanda unterstützt werden. Rund 2,5 Millionen Schüler*innen in Ruanda haben keinen Strom und weniger als 20% der Schulen haben Zugang zu Energie. Nach Rückkehr aus der Schule verbringen viele Kinder den Rest der Tagesstunden damit, ihren Eltern zu helfen. Sobald sich Schüler*innen dem Lernen widmen können, ist ihre gesamten Nachbarschaft vollständig im Dunkeln. Mit einer tragbaren Solarlampe könnten diese weiter lernen, mit einer Solarlampe und einem Ladegerät für Lehrer*innen können sich diese über das Internet besser auf den Unterricht vorbereiten. Jede*r erhält bei Aushändigung einer Solarlampe auch Tranings zur Verwendung. Mit dem Creator Awards Funding von 130.000 US-Dollar könnten 5.000 Studierende und 200 Lehrer*innen im ländlichen Ruanda Solarlampen für 5 Jahre erhalten. Schätzungsweise würden 26 000 Menschen von einem Licht im eigenen Haushalt profitieren. 

Sei dabei bei den Creator Awards am 15. November in Berlin! Das Event ist kostenlos und bietet neben einer beeindruckenden Pitch-Show von NGOs einen Pop Up Markt, eine Job-Messe, ein Meetup Togetherfest und eine spektakuläre Aftershow Party mit Mark Ronson. Das tbd*-Team wird auch mitfeiern, also sichere dir schnell ein Ticket!

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