ursprünglich erschienen: 15.06.2015

Aktion Deutschland Hilft ist ein Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen und Notsituationen im Ausland gemeinsam schnelle und effektive Hilfe leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Auslandshilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit noch zu optimieren.

Zunehmend müssen Hilfsorganisationen aus aller Welt ihre humanitäre Unterstützung koordinieren: mit Partnern vor Ort, Regierungen und internationalen Institutionen – vor allem aber untereinander. Nur so kann es gelingen, das Leid von Flüchtlingen, Vertriebenen und Überlebenden großer und grenzüberschreitender Katastrophen zu mildern.

So hat sich auch Aktion Deutschland Hilft zur Aufgabe gemacht, den Opfern großer Katastrophen im Ausland schnell und bedarfsgerecht beizustehen. Ihre Not soll mit vereinten Kräften wirksam gelindert, ihre Existenzgrundlage wieder hergestellt und dauerhaft gesichert werden. Aktion Deutschland Hilft vereint unter einem Dach die Erfahrungen und Kompetenzen von Organisationen, die seit vielen Jahren humanitäre Hilfe im Ausland leisten. Alle Mitglieder haben ihre individuellen Stärken und ihre Kontakte zu Partnern in verschiedenen Ländern über Jahre hinweg entwickelt.

Die unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder werden gebündelt, um bei Kriegen und Konflikten, Hungersnöten, Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Katastrophen eingesetzt zu werden. Im Einsatzfall bei Katastrophen tauschen sich die Mitgliedsorganisationen täglich über aktuelle Informationen aus und stimmen weiteres Vorgehen ab.

Seit mehr als fünf Jahren begleitet Birte Steigert im Bereich Presse und Kommunikation und seit Januar 2015 als Pressesprecherin diese Arbeit. Das erste Mal in Kontakt mit Aktion Deutschland Hilft kam sie als Mitarbeiterin in einer PR-Agentur und war von Anfang an begeistert, Teil eines Teams zu werden, welches sich um die Lösung großer Herausforderungen bei Katastrophen kümmert.

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Warum wolltest Du für Aktion Deutschland Hilft arbeiten?

Mich hat von Beginn an die Komplexität der Aufgabe begeistert und beflügelt. Die Bevölkerung spendet, wie gerade aktuell bei der Erdbebenkatastrophe in Nepal bereitwillig, ist aber durch die Vielfalt der helfenden Organisationen oft überfordert. Hier kann unsere Plattform ansetzen und unterstützen, da wir einerseits moderierend gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen die Hilfe vor Ort planen, zu einem Interessensaustausch beitragen und die Spenden dort hin verteilen, wo sie auch wirklich Menschen in Not zu Gute kommen können. Dabei entsteht eine breite Vielfalt in der Mitgliederschaft und den damit verbundenen Hilfeangeboten.

Was war die bisher größte Herausforderung?

Jede Katastrophe ist eine neue schwierige Herausforderung. Es gilt die vielfältigsten Probleme zu lösen. Wie kommen die Hilfsgüter ins Krisengebiet? Wer kann die Verteilung vor Ort koordinieren? Welche unserer Mitgliedsorganisationen ist vor Ort bzw. wird dringend benötigt? Da gibt es dann auch am Wochenende Telefonkonferenzen mit bis zu 30 Kolleginnen und Kollegen der Mitgliedsorganisationen, um diese Aufgaben schnellst möglich zu lösen. Aber auch hier in Deutschland gilt es Spendenaufrufe zu planen und umzusetzen, neue Partner anzusprechen, Unternehmen mit ins Boot zu holen. Die Arbeit bei Aktion Deutschland hilft ist sehr vielseitig und daher ist auch unser Team aus den unterschiedlichsten Fachleuten zusammengesetzt.

Was war der bisher größte Erfolg?

Der „Wir“-Gedanke wächst. Seit Gründung von Aktion Deutschland hilft vor fast 15 Jahren ist die Mitgliederanzahl ständig gewachsen. Es sind Kooperationen zwischen unseren Mitgliedern entstanden und durch die Transparenz in der Spendenverteilung ist es für den Bürgern einfacher geworden, zielgerichtet seine Spende einzubringen.

Was sind Deine wichtigsten Learnings aus Deiner Arbeit?

  • Hilfe ist komplex – mit jeder Aktion wächst unser Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen in Krisengebieten und die Fähigkeit schnell vor Ort zu helfen.
  • Hilfe erfordert vielfältige Qualifikationen – Die Einsatzkräfte vor Ort, aber auch die Mitarbeiter in den Heimatorganisationen müssen über umfangreiche berufliche und individuelle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Somit bietet das Feld der Katastrophenhilfe auch Einsatzgebiete für die verschiedensten Professionen.
  • Kooperationen mit Unternehmen stellen einen Gewinn für beide Seiten dar – Viele Unternehmen übernehmen bereits gesellschaftliche Verantwortung oder werden durch die aktuellen Krisen auf ihre Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam. Sie stellen starke Partner dar, die zu einer langfristigen und nachhaltigen Katastrophenhilfe beitragen.

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