Ursprünglich erschienen 26. April 2017

Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat 75 Projekte der Zivilgesellschaft analysiert, die benachteiligte Jugendliche beim Einstieg ins Berufsleben unterstützen. 19 werden in Berlin mit dem kostenlosen Spendensiegel für besonders wirkungsvolles Engagement ausgezeichnet.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist so niedrig wie kaum sonst in Europa. Doch nicht alle profitieren: Eine Viertelmillion junger Menschen scheitert jedes Jahr am direkten Übergang von der Schule in eine Ausbildung. Auch der Berufsbildungsbericht 2017 zeigt hier keine Veränderung. Die Maßnahmen im Übergangsbereich kosten den Staat jährlich mindestens 4,3 Milliarden Euro. Dabei werden viele Maßnahmen finanziert, deren Wirkung unklar oder gering ist.

Der PHINEO-Themenreport „Job in Sicht“, zeigt Qualitätskriterien für wirksame Projekte am Übergang in den Beruf und gibt Tipps für Geldgeber. Er wurde durch die HIT-Stiftung und die JPMorgan Chase Foundation gefördert. 

Zwei Beispiele aus den ausgezeichneten Projekten: 

  • Anhören, was die Betroffenen wirklich brauchen: Teilzeitausbildung für junge Mütter 

Junge Mütter landen allzu oft in der Arbeitslosigkeit, weil sie Beruf und Familie nicht vereinbaren können. Das Projekt Teilzeitausbildung für junge Mütter des Vereins zur beruflichen Förderung von Frauen e.V. (VbFF) in Frankfurt a.M. ermöglicht ihnen, in Teilzeit einen Beruf zu erlernen. 

  • Den Schulterschluss mit Anderen suchen: JOBLINGE 

Kein soziales Projekt alleine kann benachteiligte Jugendliche in Arbeit bringen. Das hat die Initiative JOBLINGE erkannt und bringt Betriebe, Schulen, Jobcenter und andere Beteiligte in lokalen Netzwerken zusammen.

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