Du bist gerade dabei den "perfekten" Lebenslauf zu erstellen, aber starrst seit Stunden nur auf ein leeres Blatt bzw. Dokument? Wenn die Formulierungen "persönliche Leistungen" oder "einschlägige Erfahrung" deine Hände bereits zum Schwitzen bringen, dann musst du nicht mehr suchen: In diesem Guide zeigt tbd* dir, wie du deinen Lebenslauf so überzeugend gestaltest, dass potenzielle Arbeitgeber*innen nicht wissen, wie ihnen geschieht.

Organisation

Ein großartiger Lebenslauf sollte nur relevante Details enthalten, also versuche, die Grundaussagen darin festzuhalten und lasse das Gedöns drumherum da wo es sein sollte: zu Hause. Auf jeden Fall darin sollten sich befinden:

  • Persönliche /Kontaktinformationen
  • Ausbildung und Qualifikationen
  • Arbeitserfahrungen
  • Relevante Fähigkeiten für die betreffende Stelle
  • Persönliche Interessen
  • Errungenschaften bzw. Hobbys
  • Referenzen
  • Veröffentlichungen/ Arbeitsbeispiele (das fällt in manchen Berufen weg)

Eine hervorragende Aufmachung kann den Unterschied zwischen einem Vorstellungsgespräch und dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Recruiting Prozess ausmachen, also schau, dass der Lebenslauf nicht länger als zwei Seiten lang ist.

Das Layout sollte einfach (= gut lesbar!) und übersichtlich sein und sich auf den "Hotspot" des Lebenslaufs beziehen. Mit "Hotspot" ist der obere mittlere Bereich der ersten Seite gemeint, auf den der Blick des*der Personalverantwortlichen als erstes fällt; versuche hier deine wichtigsten Informationen/ Referenzen zu platzieren, um deine Chancen zu vergrößern, auf dem Stapel der Vorstellungsgespräche und nicht im Mülleimer zu landen. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat ergeben, dass der*die durchschnittliche Personalverantwortliche nur 6 Sekunden damit verbringt, deinen Lebenslauf zu betrachten, bevor er sich entscheidet, ob er die Bewerbung weiterverfolgt. Stell also sicher, dass du den "Hotspot"-Raum gut nutzt, um Aufmerksamkeit (= Interesse) zu erregen und dich von anderen abzuheben. 

Achten Sie darauf, dass Stellenbezeichnungen, Beschäftigungsdaten und Firmennamen leicht zu unterscheiden sind. 

Solltest du den altmodischen Weg des Postweges gehen: ein professioneller Lebenslauf wird niemals in irgendeiner Weise zerknittert oder gefaltet – verwende beim Versand von Bewerbungen einen A4-Umschlag, um ein einwandfreies Ergebnis zu gewährleisten.

Lasse dir deine Unterlagen vor dem Versand von Freunden Korrektur lesen, bzw. jage das Ding durch ein Rechtschreibprogramm. Nichts ist schlimmer, als ein eklatanter Tippfehler im ersten Satz deines Lebenslaufs.

Inhalt

Ein Lebenslauf, der klar und prägnant ist und relevante Punkte direkt aufzeigt, wirft ein gutes Licht auf seine*n Urheber*in. Wie schon erwähnt: potenzielle Arbeitgeber*innen/ Mitarbeiter*innen im Recruitment neigen dazu, einen Lebenslauf innerhalb von Sekunden zu beurteilen, also halte es kurz und bündig und erwarte keine ausführliche Lektüre der Empfänger*innen.

Relevante Inhalte auszuwählen, kann oft der einschüchterndste Aspekt bei der Erstellung eines Lebenslaufs sein. Deshalb hier ein paar Richtlinien, damit du nur die wichtigsten Details deiner Arbeitshistorie, Interessen und relevanten Fähigkeiten hervorhebst:

Persönliches Profil

Im Allgemeinen sollte ein persönliche Profil – manchmal auch als Karriereziel, Karrierezusammenfassung oder persönliche Stellungnahme bezeichnet – nicht mehr als 200 Wörter umfassen.

Am besten notierst du dir Schnittpunkte zwischen dem ausgeschriebenen Stellenprofil und deinem Werdegang, damit der*die Personaler*in sieht, dass du die gewünschten Fähigkeiten/ Erfahrungen erfüllen kannst. Natürlich wird es immer Bereiche geben, die du nicht so leicht erfüllen kannst, aber das ist kein Problem: diese kannst du dir ja noch aneignen. Wenn du in einem Bereich unterqualifiziert bist, dann zögere nicht, das in den Lebenslauf zu schreiben, anstatt es wegzulassen, denn es deutet dein Entwicklungspotential an.

Konzentriere dich also darauf, was du ihnen für die jeweilige Stelle bieten kannst – und nicht darauf, was du dir von der Stelle erhoffst. Du willst ja andere Menschen davon überzeugen, dass deine Anstellung ein Gewinn für sie und ihr Unternehmen sein wird.

Zeigen, nicht erzählen

Die Arbeitgeber*innen werden von dem, was du bereits getan hast, sehr beeindruckt sein. Jede*r kann einen Lebenslauf mit Schlagworten füllen, aber wenn du dich auf deine bisher erbrachten Leistungen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben konzentrierst, wirst du viel eher bemerkt. Hebe deine größten beruflichen Erfolge hervor, die zeigen, dass du die Fähigkeiten hast, großartige Dinge zu verwirklichen. Wenn du kannst, dann verwende Zahlen oder (kurze!) Beispiele, um deinen Standpunkt zu verdeutlichen. Sag zum Beispiel nicht nur, dass du die Social-Media-Seiten für deine*n vorherige*n Arbeitgeber*in verwaltet hast, sondern hebe den Punkt hervor, dass deine Social-Media-Kampagne innerhalb eines Monats zu 10.000 neuen Facebook-Likes geführt hat.

Details

Nachdem du dich über die jeweilige Rolle informiert hast, solltest du deinen Lebenslauf um die Tätigkeit(en) in diesem Unternehmen herum aufbauen und die Details der Zweckmäßigkeit halber anpassen.

Keine Angst: Lebensläufe sind in der Regel leicht anpassbar, so dass es nicht notwendig ist, alle Seiten von Unternehmen zu Unternehmen komplett neu zu schreiben!

Stelle nur sicher, dass du diese Punkte triffst:

  • Erwähne "hervorstechende" Fähigkeiten, die dich leicht von anderen Bewerber*innen unterscheiden können. Dazu gehören unter anderem: Computerkenntnisse, Kommunikationsfähigkeiten, Fremdsprachenkenntnisse, Affinität zur Teamarbeit, die Fähigkeit, Konflikte zu lösen, usw. Berücksichtige die Veränderung oder Festigung deiner Fähigkeiten im Laufe deiner beruflichen Laufbahn; selbst scheinbar irrelevante Erfahrungen sind hilfreicher, als du vielleicht denkst.
  • Fülle die Lücken aus. Offensichtliche Lücken in deinem Lebenslauf wird Arbeitgeber*innen vielleicht misstrauisch machen – und leider werden sie dir im Zweifelsfall dadurch kein grünes Licht geben. Anstatt Lücken also zu ignorieren, spreche sie offensiv an! Hast du im Ausland ehrenamtlich gearbeitet, eine andere Sprache gelernt oder einige Soft Skills wie Teamarbeit, Projektmanagement oder Teambuilding (weiter)entwickelt? Versuche, die Lücken mit positiven Dingen zu füllen!
  • Wenn du über deine "persönliche Interessen" schreibst, schildere jede verantwortungsvolle Position oder jede Rolle, die Einfallsreichtum, Dynamik oder Kreativität zeigt. Zeige vielfältige Interessen auf, und versuche, jedes einzelne mit der jeweiligen Stelle in Beziehung zu setzen (An diesem Punkt bitte nicht zu ausführlich über dein Gap-Year in Australien schreiben, was es mit dir gemacht hat und wie es dich verändert hat. Immer bei den relevanten Informationen bleiben und nicht abschweifen!)
  • Lege Referenzen von früheren Arbeitgeber*innen bei, die sich für deine Fähigkeiten verbürgen können. Dabei sind zwei Referenzen immer besser als (k)eine.
  • Um das Interesse der Arbeitgeber*innen aufrechtzuerhalten, halte deinen Lebenslauf immer aktuell und relevant.

Viel Erfolg mit deiner Bewerbung!

Den Originaltext auf English findest du hier.

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