Gastbeitrag von 7Mind.

Oft hält uns die Angst vor Miss­er­fol­gen davon ab, ein Vor­ha­ben über­haupt erst zu anzu­ge­hen. Wir finden meist mehr Gründe, warum etwas nicht funk­tio­nie­ren könnte, als welche, die dafür spre­chen. Die sym­pa­thi­sche Kol­le­gin nach einem Date fragen? Nein, sie ist bestimmt schon ver­ge­ben. Für den Mara­thon anmel­den? Wie pein­lich wäre es, wenn ich nicht bis zum Ziel komme. End­lich ein eige­nes Unter­neh­men grün­den? Da kann zu viel schief gehen, dann bleibe ich lieber in meinem alten Job. Doch macht uns diese Ein­stel­lung wirk­lich zufrie­den?

Wenn wir etwas errei­chen wollen, müssen wir etwas dafür tun und unsere bequeme Kom­fort­zone ver­las­sen. Das erscheint oft ziem­lich ris­kant, denn schließ­lich gibt es dabei immer das Risiko, zu ver­sa­gen. Doch was wäre, wenn das Gegen­teil ein­tritt und alles gut läuft? Fakt ist: Wenn du nicht den ersten Schritt wagst, dann wirst du auch nie bekom­men, was du dir wünscht. 

Damit du nicht sofort auf­gibst und vor deiner Angst kapi­tu­lierst, möch­ten wir dir die fünf Tipps ans Herz legen, mit denen du die Angst vor dem Schei­tern los­wirst. 

1. Werde dir bewusst, dass jeder einmal schei­tert

Schei­tern gehört zum Leben dazu. Es gibt keine Person, die alles rich­tig macht, denn nie­mand ist per­fekt. Sogar die erfolg­reichs­ten Men­schen haben einen langen Weg hinter sich, der sicher­lich mit vielen Stol­per­stei­nen und Hin­der­nis­sen gespickt war. Nie­mand bleibt von Ver­sa­gens­ängs­ten ver­schont. Was zählt, ist der Wille zum Durch­hal­ten: Thomas Edison brauchte fast 10.000 Ver­su­che, bis er end­lich die Glüh­birne erfand. Daran siehst du, dass es sich lohnt, nie­mals auf­zu­ge­ben, son­dern immer wieder von vorn zu begin­nen, auch wenn sich nicht sofort Erfolge ein­stel­len. 

2. Ver­su­che, aus Feh­lern zu lernen

Psy­cho­lo­gin Andrea Abele-Brehm bezeich­net Men­schen, die aus ihrem Schei­tern lernen, als ​“Steh­auf­männ­chen”. Steh­auf­männ­chen können nega­tive Gedan­ken leich­ter abstel­len und sind eher moti­viert, es erneut zu ver­su­chen. Werde dir bewusst, dass es gar nicht schlimm ist, wenn du keinen Erfolg hast. Wer bestimmt denn über­haupt, was ein Miss­er­folg ist? Pro­biere es mit einem Per­spek­tiv­wech­sel, so kannst du die Angst vor dem Schei­tern min­dern. Wenn du Fehler als Sta­tio­nen deines indi­vi­du­el­len Lern­pro­zes­ses siehst, hast du nichts zu ver­lie­ren, son­dern wirst höchs­tens reich an Erfah­rung. Aus Feh­lern kannst du lernen, wie du es das nächste Mal anders machen kannst. Wich­tig ist, sich nicht ent­mu­ti­gen zu lassen. 

3. Kon­zen­triere dich auf dein Ziel

Über­lege dir, was du alles schaf­fen könn­test, wenn die Angst zu ver­sa­gen nicht exis­tie­ren würde. Deine Ziele zu errei­chen wäre um so vieles ein­fa­cher! Du wür­dest kaum Zeit damit ver­schwen­den, dar­über nach­zu­den­ken, was alles schief­ge­hen könnte und ein­fach ins Han­deln kommen. Nutze deine ganze Ener­gie, um dein Vor­ha­ben in die Tat umzu­set­zen, anstatt dich darauf zu kon­zen­trie­ren, warum du schei­tern könn­test. Eine gute Methode, die dich an dein nächs­tes Ziel brin­gen kann, ist die Visua­li­sie­rung. Dabei stellst du dir bereits vor dem Start genau vor, was du errei­chen möch­test. Fol­gende Fragen können dir dabei helfen: Wie genau sieht mein Ziel aus? Was ist mein erster Schritt? Wie werde ich mit Hin­der­nis­sen umge­hen, die mir auf dem Weg begeg­nen? Wie wird es sich anfüh­len, wenn ich mein Ziel erreicht habe?

4. Schaue hinter die Angst

Wo kommt sie über­haupt her, die Angst vor dem Schei­tern? Was wäre das Schlimmste, was pas­sie­ren könnte? Denke einmal bis zum Ende: Was würde gesche­hen, wenn du tat­säch­lich schei­terst. Wäre das wirk­lich ein Welt­un­ter­gang oder könn­test du damit leben? Viel­leicht kann dir ein guter Plan B mehr Mut und Sicher­heit bieten. Werde dir bewusst, was genau sich hinter deiner Angst ver­steckt. Oft ist es gar nicht die Angst vor dem Miss­er­folg, die uns lähmt, son­dern die Angst vor der Ableh­nung und Bewer­tung ande­rer Men­schen. Stärke dein Selbst­ver­trauen. So ver­lierst du auf dem Weg nicht das Ver­trauen in dich selbst. 

5. Stärke dein Selbst­ver­trauen

Anstatt zu denken, dass du etwas nicht schaffst, glaube an dich selbst. Hin­ter­frage deine Glau­bens­sätze und for­mu­liere die­je­ni­gen, die dich vom Machen abhal­ten, in posi­tive Man­tras um. So wird ein ​“Ich werde ver­sa­gen” zu einem ​“Ich kann es schaf­fen”. Spe­zi­elle Acht­sam­keits­übun­gen können dir dabei helfen, dein Selbst­ver­trauen zu stär­ken, zum Bei­spiel Medi­ta­tio­nen, in denen du dir posi­tive Affir­ma­tio­nen in Gedan­ken auf­sagst. Oder du bit­test dein Umfeld, dir deine größ­ten Stär­ken zu nennen. Du wirst erstaunt sein, was die ande­ren in dir sehen.

Wenn wir uns nicht die Erlaub­nis geben, Fehler zu machen, wird uns die Angst davor viel mehr scha­den, als das letzt­end­li­che Schei­tern. Wir dürfen mutig sein und auch mal ver­sa­gen – das Schlimmste wäre, etwas gar nicht erst zu ver­su­chen! Egal, wie es aus­geht, am Ende bereuen wir immer nur die Dinge, die wir nicht getan haben.

Im Online-Magazin von 7mind erscheinen wöchentlich neue Artikel und Impulse rund um die Themen Achtsamkeit und Meditation. Das Team liefert aktuelle Denkanstöße, gepaart mit wissenschaftlich fundierten Fakten zu Schwerpunkten wie Erfolg, Arbeit, Glück und Beziehungen.

Finde einen Job,
der die Welt verändert

Der tbd* Ratgeber für Jobs und Studium im Bereich
Non Profit und Nachhaltigkeit

JETZT LESEN